Für den 11. November: Laternen, die Mantelteilung und die Martinsgans. 5 Malvorlagen, kostenlos auf A4.





Martin wurde um 316 in Savaria geboren, dem heutigen Szombathely in Ungarn – gar nicht weit von der österreichischen Grenze. Er diente als Soldat im römischen Heer. Der bekannteste Teil seiner Geschichte spielt am Stadttor von Amiens im heutigen Frankreich: An einem kalten Abend teilte Martin seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte einem frierenden Bettler. Später ließ er sich taufen, verließ das Heer und wurde 371 oder 372 Bischof von Tours. Er starb am 8. November 397 und wurde drei Tage später in Tours begraben – deshalb ist sein Gedenktag der 11. November.
Die Legende erzählt, dass Martin gar nicht Bischof werden wollte und sich in einem Gänsestall versteckte. Die Gänse schnatterten so laut, dass man ihn fand. Dahinter steht auch ein handfester Grund: Mit dem Martinstag endete früher das Wirtschaftsjahr der Bauern, und vor der Fastenzeit, die damals am 12. November begann und bis Weihnachten dauerte, kam noch einmal ein Festessen auf den Tisch. Bis heute steht im November in vielen Wirtshäusern das Martinigansl auf der Karte – Lokale mit österreichischer Küche in der Region findest du hier. Im Burgenland ist Martin seit 1924 Landespatron; dort wird zu Martini beim „Martiniloben“ der junge Wein gesegnet.
Die Laternen der Kinder gelten als Nachfolger der Martinsfeuer, die früher mancherorts am Martinsabend brannten. Heute ziehen Kindergärten, Volksschulen und Pfarren mit selbst gebastelten Laternen durch den Ort, singen Martinslieder und spielen oft die Mantelteilung nach. Danach wird gern ein Kipferl geteilt – so wie Martin seinen Mantel.
Im Kalender stehen zwei öffentliche Feste, beide am 11. November um 17 Uhr: das Martinsfest mit Laternenumzug in Leobersdorf ab der Pfarrkirche am Kirchenplatz und das Martinsfest der Pfarre Vösendorf mit Bilderbuchkino, Laternenumzug zum Schlossstadl, Martinsspiel und Kipferlteilen. Viele Laternenfeste von Kindergärten sind nur für die eigenen Familien gedacht und stehen deshalb in keinem Kalender. Messen rund um den Martinstag findest du im Gottesdienstkalender für den Bezirk Baden.
Für die Kleinsten ab drei Jahren passen Gundi, die Martinsgans, und Lotta mit der Laterne: große Flächen, wenige Linien. Die Sternlaterne und der Laternenumzug mit drei Kindern sind ab vier gedacht. Die Mantelteilung – Martin hoch zu Ross, der Bettler am Wegrand – hat mehr Einzelheiten und passt ab etwa fünf Jahren. Dazu lässt sich gleich die Geschichte erzählen.
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