Halloween-Filmtipp: Halloween (1978)
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Direkt auf YouTube ansehen ↗ · Trailer: Scream Factory (Label), englisch
Am Halloween-Abend endet unsere Reihe mit dem Film, der so heißt wie der Tag: John Carpenters „Halloween“ von 1978. Ein Horrorklassiker für Erwachsene, 91 Minuten lang, gedreht in drei Wochen und mit sehr wenig Geld.
Bevor du einschaltest
„Halloween“ ist kein Film für Kinder. In Deutschland ist er ab 16 freigegeben. Ein maskierter Mann verfolgt eine Schülerin und ihre Freundinnen und tötet mehrere Menschen, mit dem Messer und durch Erwürgen. Schon die erste Szene zeigt einen Mord, gefilmt aus dem Blick des Täters.
Worum es geht
Halloween 1963 in Haddonfield, einer erfundenen Kleinstadt in Illinois: Der sechsjährige Michael Myers ersticht seine ältere Schwester Judith und kommt in eine psychiatrische Klinik. Fünfzehn Jahre später, am Tag vor Halloween, bricht er aus und kehrt in seine Heimatstadt zurück. Sein Psychiater Dr. Sam Loomis, gespielt von Donald Pleasence, ist ihm auf den Fersen.
In Haddonfield bemerkt die Schülerin Laurie Strode immer wieder einen Mann mit weißer Maske, der sie beobachtet und dann verschwindet. Am Abend passt sie auf zwei Kinder auf, ihre Freundin Annie babysittet im Haus gegenüber. Wie die Nacht ausgeht, sei hier nicht verraten.
Eine Maske um 1,98 Dollar
Die Idee kam vom Produzenten Irwin Yablans: ein Film über einen Killer, der Babysitter verfolgt. Carpenter schrieb das Drehbuch mit Debra Hill, der Arbeitstitel war „The Babysitter Murders“. Das Budget lag laut Wikipedia bei 325.000 Dollar, in den USA spielte der Film 47 Millionen ein. Gedreht wurde im Frühjahr 1978 in South Pasadena in Kalifornien. Kürbisse waren zu dieser Jahreszeit schwer aufzutreiben, und das künstliche Herbstlaub musste in mehreren Szenen wiederverwendet werden.
Die berühmte Maske entstand aus einer Captain-Kirk-Maske aus „Star Trek“, die der Szenenbildner Tommy Lee Wallace um 1,98 Dollar in einem Kostümladen am Hollywood Boulevard gekauft hatte. Er weitete die Augenlöcher und färbte das Gesicht bläulich-weiß. Die Musik spielte Carpenter selbst ein: eine einfache Klaviermelodie im 5/4-Takt. Jamie Lee Curtis war damals 19 und Carpenter kein Begriff. Die Produzenten nahmen sie auch, weil ihre Mutter Janet Leigh war, bekannt aus Hitchcocks „Psycho“.
Was danach kam
Der Film begründete eine ganze Reihe: Laut Wikipedia folgten zwölf Fortsetzungen und Neuverfilmungen, zuletzt „Halloween Kills“ 2021 und „Halloween Ends“ 2022, wieder mit Jamie Lee Curtis. Viele Muster der Slasherfilme der 1980er-Jahre stammen von hier. Viele Kritiker beachteten ihn anfangs kaum oder urteilten abschätzig. Das Lexikon des internationalen Films nennt ihn einen „ganz auf das perfekte Zusammenspiel von Kamera, Musik und Schnitt hin inszenierten Horror-Schocker“, dessen Dramaturgie aber „inhaltliche Schwächen nicht überdecken kann“. Seit 2006 steht „Halloween“ im National Film Registry der USA.
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Das Haus vom Titelbild
Als Elternhaus der Familie Myers diente ein leerstehendes Haus in South Pasadena, das damals einer Kirche gehörte. Laut Wikipedia steht es heute unter Denkmalschutz und zieht Horrorfans aus aller Welt an, dahinter gibt es ein kleines Filmmuseum. Unser Titelbild zeigt das Haus an einem Abend im März 2024, in der Bildbeschreibung heißt es „Century House“.
Gruselfaktor
Gruselfaktor: 4 von 5 Kürbissen. Das ist unsere redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Der Film zeigt weniger Blut als „Scream“, lebt aber vom langen Lauern: der Mann im Hintergrund, die Musik, der Blick durch die Maske. Für einen Halloween-Abend unter Erwachsenen ist das genau der richtige Schluss.
Wo der Film zu sehen ist
Laut JustWatch war „Halloween – Die Nacht des Grauens“ am 31. Oktober 2026 in Österreich im Abo bei Amazon Prime Video und Canal+ zu finden, kostenlos mit Werbung bei Plex. Das kann sich ändern, ein Blick vor dem Filmabend schadet nicht. Wer heute lieber ins Kino geht: Das Cinema Paradiso zeigt am Halloween-Abend Scary Movie 6 in Baden.
Zum Ausmalen
Für jüngere Geschwister, die heute nicht mitschauen, gibt es drei harmlose Blätter: einen großen Kürbis, zwei Kürbisse und eine Uhr kurz vor Mitternacht.



Das Ende der Reihe
Gestern war mit „Nightmare Before Christmas“ noch ein Film für die ganze Familie dran. Mit „Halloween“ endet die Reihe nach 21 Abenden, alle Filme stehen in der Übersicht 21 Filmabende bis Halloween. Wer heute Abend lieber rausgeht, findet im Halloween-Veranstaltungskalender für den Bezirk Baden die Termine.
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Mehr aus unserer Redaktion
Teil der Reihe „21 Filmabende bis Halloween“. Angaben zum Film anhand der Wikipedia, Streaming-Angebote bei JustWatch Österreich am 31.10.2026 nachgesehen. Der Gruselfaktor ist eine Einschätzung der Redaktion. Gelesen und freigegeben am 31.10.2026 von leokobes.
