Hernstein: Aktionswoche gegen Batteriebrände im Müll

Redaktion badenliefert.at
Symbolbild: Karton mit alten Rund- und Knopfzellen auf einem Holztisch, daneben ein ausgedientes Handy ohne Display, eine elektrische Zahnbürste und ein Spielzeugauto
Symbolbild, erstellt mit KI (gpt-image-2.5-flare), Byte Media GmbH

Von 12. bis 17. Oktober 2026 findet erstmals eine österreichweite „Aktionswoche gegen Batteriebrände“ statt. Die Gemeinde Hernstein macht mit: Wer am Dienstag, 13. Oktober, zwischen 13 und 16 Uhr alte Batterien, Akkus oder Elektrokleingeräte mit eingebautem Akku ins WSZ Hernstein bringt, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen.

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Warum brennen Akkus im Müll?

Batterien und Akkus stecken in vielen Alltagsgegenständen, oft gut versteckt. Landen sie im Restmüll, können sie laut Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria (EAK), die die Aktion trägt, in Müllfahrzeugen und Entsorgungsanlagen beschädigt werden und Brände auslösen. Christian Macho, Präsident der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, sagte bei der Vorstellung der Sammelbilanz am 23. September 2026: „Beschädigte Lithium-Batterien verursachen Brände in Sammelfahrzeugen, Sortier- und Behandlungsanlagen und gefährden die Mitarbeiter:innen der kommunalen Abfallwirtschaft.“

Die Zahlen aus dieser Bilanz: 2025 wurden in Österreich 3.506 Tonnen Gerätealtbatterien gesammelt. Die Sammelquote lag bei 50,7 Prozent, über der EU-Vorgabe von 45 Prozent. Die Quote ist eine nach EU-Regeln berechnete Größe, keine einfache Mengenangabe.

Leicht übersehen werden laut EAK fest eingebaute Akkus, etwa in Spielzeug mit Licht- oder Soundeffekten. Solche Akkus sollen nicht gewaltsam ausgebaut werden – das ganze Gerät gehört zur Sammelstelle.

Wo gibst du Batterien und Akkus ab?

Im Geschäft: Händler, die Gerätebatterien verkaufen, müssen Altbatterien laut Unternehmensserviceportal des Bundes unentgeltlich zurücknehmen, gut sichtbar darauf hinweisen und Sammelbehälter im Geschäft aufstellen. Die EAK nennt Sammelboxen in Supermärkten, Drogeriemärkten, im Elektrohandel und in Baumärkten. Dort gehören allerdings nur kleine Batterien und unbeschädigte Akkus hin.

In der Sammelstelle der Gemeinde: Größere und beschädigte Akkus müssen laut EAK zu den kommunalen Sammelstellen. Beschädigte, aufgeblähte oder größere Lithium-Akkus übergibst du dort direkt dem Fachpersonal.

Eine Ausnahme gilt für Betriebe: Wer Geräte- oder Fahrzeugbatterien für das eigene Unternehmen selbst importiert, darf sie laut Unternehmensserviceportal nicht kostenlos bei Sammelstellen oder im Handel abgeben, sondern muss sie auf eigene Kosten einer berechtigten Sammlung übergeben.

Wie funktioniert das Gewinnspiel?

An teilnehmenden Sammelstellen hängt während der Aktionswoche ein QR-Code. Über ihn trägst du Namen und E-Mail-Adresse ein; die Teilnahme ist kostenlos. Verlost werden laut Aktionsseite 130 Einkaufsgutscheine zu je 50 Euro von Spar und Lidl, zusammen 6.500 Euro. In Hernstein steht der Code laut Gemeinde am 13. Oktober von 13 bis 16 Uhr im WSZ bereit. Ob deine Sammelstelle mitmacht, fragst du am besten in deiner Gemeinde nach – die Teilnahme ist laut EAK freiwillig.

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Recherchiert anhand der Mitteilung der Gemeinde Hernstein, der Aktionsseite der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria, des Unternehmensserviceportals des Bundes und eines Fachberichts über die Sammelbilanz 2025.

Quellen (geprüft am 06.10.2026):
  1. Gemeinde Hernstein: Aktionswoche gegen Batteriebrände, 5.10.2026, abgerufen am 6.10.2026
  2. Her mit Leer (Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria): Aktionswoche gegen Batteriebrände, abgerufen am 6.10.2026
  3. Her mit Leer (EAK): Rückgabe von Batterien und Akkus, abgerufen am 6.10.2026
  4. Unternehmensserviceportal: Batterien – Pflichten für Hersteller, Eigenimporteure und Händler, abgerufen am 6.10.2026
  5. i-magazin: Elektroaltgeräte und Batterien sammeln in Österreich – Bilanz 2025 (Bericht zur Präsentation vom 23.9.2026), abgerufen am 6.10.2026

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