Ein Markt für Lebensmittel, die sonst weggeworfen würden

Redaktion badenliefert.at
Symbolbild: Holzkisten mit Äpfeln, Karotten, Kohl und Brotlaiben in einem hellen Raum, dahinter einfache Holzregale mit weiteren Kisten voll Obst und Gemüse, Tageslicht von der Seite
Symbolbild, erstellt mit KI (gpt-image-2.5-flare), Byte Media GmbH

Im ehemaligen Kaffeehaus an der Hernsteinerstraße 109 in Lindabrunn steht seit September ein Markt, der aussieht wie ein kleiner Supermarkt und nach anderen Regeln funktioniert: Was hier liegt, wäre andernorts im Müll gelandet. Betrieben wird er vom Verein Helfende Hände.

Für wen er offen ist

Für alle. Das ist der Punkt, der ihn von manchen anderen Einrichtungen unterscheidet: Es braucht keinen Einkommensnachweis und keine Berechtigung. Wer hingeht, geht einfach hin.

Angeboten werden vor allem Lebensmittel, dazu Tiernahrung und andere Waren, die sonst nicht mehr verwendet würden.

Wann offen ist

Der Mittwoch ist der besondere Tag: Dann wird aus geretteten Lebensmitteln ein Mittagsmenü gekocht und ausgegeben.

Adresse: Hernsteinerstraße 109, 2551 Enzesfeld-Lindabrunn — im ehemaligen Kaffeehaus.

Eröffnet im September

Die Eröffnung war am 11. September 2026. Bürgermeister Stefan Rabl kam dazu und nannte den Markt ein Beispiel dafür, wie sich soziale Unterstützung und nachhaltiges Handeln verbinden lassen.

Worum es dabei der Größenordnung nach geht

Dass Lebensmittel weggeworfen werden, weiß jeder. Wie viel es ist, überrascht trotzdem. Nach der EU-Methodik meldet Österreich rund 1,18 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle im Jahr — etwa 130 Kilogramm pro Kopf. Gut die Hälfte davon, 53,9 Prozent, entsteht in privaten Haushalten, nicht im Handel.

Für österreichische Haushalte nennt das Umweltministerium für 2022 rund 635.000 Tonnen, davon etwa 358.000 Tonnen vermeidbar — also noch genussfähig. Das sind rund 40 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Am häufigsten landen Obst und Gemüse im Müll; sie machen 27 Prozent der noch essbaren weggeworfenen Lebensmittel aus, gefolgt von Milchprodukten und Eiern mit 12 und Fleisch und Fisch mit 11 Prozent.

Ein Markt wie der in Lindabrunn setzt an einer anderen Stelle an als am eigenen Kühlschrank — nämlich dort, wo Ware den Handel nicht mehr verlässt. Beides zusammen ergibt erst ein Bild; wer beim eigenen Einkauf ansetzen will, findet auf lebensmittelverschwendung.at die Zahlen samt Quellen und praktische Hinweise zur Lagerung.

Was offen bleibt

Woher der Markt seine Waren bezieht und ob Spenden oder Mitarbeit gebraucht werden, geht aus der Mitteilung der Gemeinde nicht hervor. Wer das wissen will, fragt am besten direkt vor Ort nach.

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Angaben zum Markt und zur Eröffnung aus der Mitteilung der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, einschließlich der Öffnungszeiten. Die Zahlen zu Lebensmittelabfällen stammen aus der EU-Statistik (Eurostat, Referenzjahr 2023) und vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz (Referenzjahr 2022), aufbereitet auf lebensmittelverschwendung.at.

Quellen (geprüft am 07.10.2026):
  1. Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn: Neuer Markt gegen Lebensmittelverschwendung
  2. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz: Lebensmittelabfälle in österreichischen Haushalten (Referenzjahr 2022)
  3. lebensmittelverschwendung.at – Zahlen und Quellen zur Lebensmittelverschwendung in Österreich

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