Plakat der 3. Jüdischen Filmtage Baden: Jack Benny und Carole Lombard in Schwarz-Weiß aus „To Be or Not to Be“, darunter der Schriftzug der Reihe

3. Jüdische Filmtage Baden 2026

So, 8. November 2026 bis 29. November 2026, 12:00 Uhr

Cinema Paradiso Baden, Beethovengasse 2a 2500 Baden

Vom 8. bis 29. November 2026 laufen im Cinema Paradiso in Baden die 3. Jüdischen Filmtage: acht Filme in neun Vorstellungen, von Ernst Lubitschs Kriegskomödie aus dem Jahr 1942 bis zu einem österreichischen Dokumentarfilm von heuer, der in Baden seine Niederösterreich-Premiere hat.

Warum im November

Die Reihe erinnert an die Novemberpogrome 1938. Im Folder schreibt das Kino: „Wir setzen ein Zeichen gegen Antisemitismus und Ausgrenzung und erinnern an die Novemberpogrome 1938, die zur ‚Shoah‘ führten. Mit Live-Veranstaltungen, Filmpremieren und Klassikern zeigen wir eine lebendige, diverse jüdische Kultur- und Filmszene aus aller Welt.“

Alle Vorstellungen

Was die Filme verbindet

Drei Filme erzählen von Überlebenden und ihren Familien. In „Leben und Überleben“ begleitet Matthias Jaklitsch über mehr als sechs Jahre den heute 97-jährigen Wiener Erich Finsches, der als Kind Dachau und Auschwitz überlebt hat. „Flow My Tears“ von Alexander Melach fragt, was es heißt, mit einem Vater aufzuwachsen, der jahrelang im KZ Buchenwald inhaftiert war. Käthe Kratz geht 1998 mit drei Vertriebenen durch die Wiener Josefstadt, in der sie aufgewachsen sind.

Zwei Filme kreisen um das Lachen im Angesicht des Grauens: Lubitschs „To Be or Not to Be“ und die Doku über Jerry Lewis’ nie gezeigten Film „The Day the Clown Cried“. Claude Lanzmanns „Sobibór“ erzählt vom einzigen gelungenen bewaffneten Aufstand in einem NS-Vernichtungslager. Dazu kommen zwei Filme aus der Gegenwart: das Porträt eines New Yorker Rabbiners, der auch als Dragqueen auftritt, und „A Letter to David“ über den Schauspieler David Cunio, der beim Hamas-Angriff 2023 entführt wurde.

Zeitzeuge im Kino

Am Mittwoch, 18. November, ist der Abend als Film und Gespräch angelegt: Nach „Leben und Überleben“ sprechen Erich Finsches, Regisseur Matthias Jaklitsch und Alexander Melach, dessen eigener Film eine Woche später läuft.

Karten und Frühstück

Das Cinema Paradiso bittet bei allen Vorstellungen der Filmtage um Reservierung, an der Kinokassa, online oder unter 02252 25 62 25. Das Kino liegt in der Beethovengasse 2a, mitten in Baden.

Die beiden Sonntagsvorstellungen am 8. und 29. November laufen als Cinema Breakfast. Die Cinema Bar sperrt sonntags und an Feiertagen um 9 Uhr auf, du kannst also vorher frühstücken.

Wer dem Thema in der Stadt selbst nachgehen will: Am 19. November führt der Stadtspaziergang „Jüdisches Leben in Baden“ zu den Spuren der jüdischen Gemeinde. Was im Kino sonst läuft, findest du unter Kino in Baden und beim Cinema Paradiso Baden.

Website des Veranstalters ↗

Woher die Angaben stammen

Eingetragen am 02.11.2026.

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Zuletzt aktualisiert am .

Angaben nach den genannten Quellen, Stand 02.11.2026. Änderungen sind möglich – im Zweifel bitte beim Veranstalter nachfragen.