Halloween-Filmtipp: Coraline
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„Coraline“ von 2009 sieht aus wie ein Kinderfilm, ist aber keiner für die Kleinsten. Die österreichische Jugendmedienkommission gibt ihn ab zehn Jahren frei und empfiehlt ihn erst ab zwölf, in Deutschland ist er ab sechs.
Die elfjährige Coraline zieht mit ihren Eltern in eine alte Villa, die zu einem Mietshaus umgebaut wurde. Die Eltern arbeiten an einem Gartenkatalog und haben kaum Zeit für sie. Hinter der Tapete im Wohnzimmer findet Coraline eine kleine, zugemauerte Tür. Nachts ist dort plötzlich ein Gang, und am anderen Ende wartet eine zweite Wohnung mit einer zweiten Mutter, die kocht, zuhört und immer gut gelaunt ist. Alle dort haben Knöpfe statt Augen. Als die andere Mutter Coraline anbietet, für immer zu bleiben, wenn sie sich ebenfalls Knöpfe annähen lässt, kippt das Paradies.
Regie und Drehbuch stammen von Henry Selick, der vorher schon „Nightmare Before Christmas“ gemacht hat. Vorlage ist der Roman von Neil Gaiman, den Selick für den Film deutlich erweitert hat. Gedreht wurde in Stop-Motion: Jede Bewegung der Puppen wurde einzeln fotografiert. Der Film dauert rund 100 Minuten.
Warum Erwachsene ihn lieben und Kinder sich fürchten
Die Kritik war sich weitgehend einig, dass „Coraline“ gelungen ist. Den BAFTA-Kinderfilmpreis hat er 2009 bekommen, für den Oscar als bester Animationsfilm war er nominiert. Der Spiegel lobte, der Film verzaubere, ohne kitschig zu wirken, und lasse „viel Raum für unausgesprochene Träume und Ängste“.
Genau diese Ängste sind der Punkt. Die Berliner Zeitung hielt den Film für nicht kindgerecht, weil er so viele Ängste anspricht: Eltern, die nicht mehr die eigenen sind, eine Fürsorge, die sich als Falle herausstellt, verschwundene Kinder. Und dann sind da die Knopfaugen, samt Nadel und Faden.
Ab sechs, ab zehn oder ab zwölf?
Bei kaum einem Film der Reihe liegen die Angaben so weit auseinander. Die deutsche FSK hat „Coraline“ ab 6 Jahren freigegeben. Die österreichische Jugendmedienkommission sieht es strenger: frei ab 10 Jahren, als „empfehlenswert als modernes Märchen mit Fantasyelementen“ erst ab 12 Jahren. Die Freigabe ist die Altersgrenze, die Positivkennzeichnung eine Empfehlung der Kommission.
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Für einen Familienabend heißt das: Wer jüngere Kinder dabeihat, schaut sich am besten vorher selbst den Trailer an. Ab zwölf empfiehlt ihn die Kommission ausdrücklich.
Gruselfaktor
Gruselfaktor: 3 von 5 Kürbissen. Das ist unsere redaktionelle Einschätzung, keine Messung.
Wo der Film zu sehen ist
In einem Streaming-Abo war „Coraline“ laut JustWatch am 25. Oktober 2026 in Österreich nicht zu finden. Leihen kostet bei Amazon Video und im Apple TV Store je 3,99 Euro, kaufen 13 Euro bei Amazon und 13,99 Euro bei Apple. Die Preise können sich ändern, ein Blick vor dem Filmabend schadet nicht.
Lieber ins Kino? Das Kinoprogramm für Baden zeigt, was in den nächsten Tagen läuft.
Zum Ausmalen
Passend zum Film: eine Katze, eine Spinne und ein Gartenfest zum Ausdrucken und Anmalen. Keine Filmfiguren.



Gestern, morgen und die ganze Reihe
Gestern war mit „Alfie, der kleine Werwolf“ ein Film für Kinder ab sechs dran. Morgen folgt „Das Haus der Krokodile“ von 2012, ein Kindermystery nach einem Jugendbuch. Alle 21 Filme stehen in der Übersicht 21 Filmabende bis Halloween. Wer zu Halloween lieber rausgeht, findet im Halloween-Veranstaltungskalender für den Bezirk Baden die Termine rund um den 31. Oktober.
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Mehr aus unserer Redaktion
Teil der Reihe „21 Filmabende bis Halloween“. Angaben zum Film anhand der deutschen Wikipedia, Altersfreigabe und Empfehlung in der Filmdatenbank der Jugendmedienkommission und Angebote bei JustWatch Österreich am 25.10.2026 nachgesehen. Der Gruselfaktor ist eine Einschätzung der Redaktion.
- Wikipedia: Coraline (Film) – Handlung, Produktion, Rezeption, Auszeichnungen, abgerufen 25.10.2026
- Jugendmedienkommission, Filmdatenbank: Coraline, frei ab 10, empfehlenswert ab 12, abgerufen 25.10.2026
- JustWatch Österreich: Coraline – Leihen und Kaufen, Stand 25.10.2026
- Titelfoto: Dietmar Rabich, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
