Jags Vöslau sind Mannschaft des Jahres

Geprüft von
Handballer der Jags Vöslau jubeln mit Pokal auf einem Podest mit der Aufschrift Österreichischer Meister 2026
Foto: Xplvl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Handballer der Jags aus Bad Vöslau sind Niederösterreichs Mannschaft des Jahres 2026. Vergeben hat das Land die Auszeichnung am Montagabend bei der 50. Sportlounge Niederösterreich in der Campus Hall Krems. Ein zweiter Preis ging in den Bezirk Baden: Werner Gratzer vom SV Sooß ist „Sportheld des Jahres“.

Der erste Meistertitel nach 80 Jahren

Den Preis verdanken die Jags ihrer Meistersaison. Im Juni gewannen die Herren zum ersten Mal in der 80-jährigen Vereinsgeschichte den Titel in der Handball Liga Austria. Im Finale gegen den HC Fivers WAT Margareten gaben sie kein Spiel ab, insgesamt reihten sie laut ORF Niederösterreich 14 Siege aneinander.

Entschieden wurde die Meisterschaft am 6. Juni im zweiten Finalspiel in der ausverkauften Halle der Fivers in der Wiener Hollgasse. Zehn Sekunden vor Schluss glichen die Wiener zum 31:31 aus, vier Sekunden vor dem Ende traf Eduardo Mendonca zum Sieg. Einen großen Anteil am Titel hatte Torhüter Florian Kaiper, den selbst Fivers-Trainer Peter Eckl nach dem Spiel hervorhob. Kapitän Fabian Schartel sagte nach dem Schlusspfiff: „Eine bessere Belohnung, ein besseres Ende kann es einfach nicht geben.“

Für die Mannschaft von Trainer Sebastia Salvat ist es die erste Auszeichnung dieser Art. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Handballerinnen von Hypo Niederösterreich und die Basketballerinnen der Duchess Klosterneuburg. Beide haben 2026 ebenfalls den Meistertitel geholt.

Ein Nachwuchstrainer aus Sooß

Den Preis „Sportheld des Jahres“ vergibt das Land gemeinsam mit dem ORF Niederösterreich an Ehrenamtliche, die in ihrem Verein den Sportbetrieb tragen. Nominiert wurde ab Ende Mai, entschieden hat ein Publikumsvoting. Gewonnen hat Werner Gratzer vom Fußballklub SV Sooß. Er ist dort Obmann-Stellvertreter und trainiert ehrenamtlich die U12.

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Wer ihn vorgeschlagen hatte, wusste Gratzer lange nicht. „Hätte sich meine Tochter nicht selbst verraten, wäre ich nie darauf gekommen“, sagte er auf der Bühne in Krems.

Die übrigen Preisträger

Sportler des Jahres ist zum vierten Mal Snowboarder Benjamin Karl aus Wilhelmsburg, der in Cortina seinen Olympiasieg im Parallel-Riesentorlauf wiederholt hat. Bei den Frauen gewann Skirennläuferin Katharina Huber aus St. Georgen am Reith, Olympiasiegerin in der Teamkombination. Para-Skirennläuferin Veronika Aigner aus Gloggnitz holte den Titel zum dritten Mal in Folge, die 16-jährige Tischtennisspielerin Nina Skerbinz wurde Nachwuchssportlerin des Jahres. Jürgen Melzer bekam den Preis für sein Lebenswerk.

Erfolge aus dem Bezirk gibt es heuer auch in anderen Sportarten: Ein Kampfsportler aus Baden hat bei der WFMC-Weltmeisterschaft den Titel im Kickboxen geholt, und die Traiskirchen Lions gehen als Tabellenführer der Basketball-Superliga ins Heimspiel gegen Eisenstadt.

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Recherchiert anhand des Berichts von noe.ORF.at und der Mitteilung des Landes Niederösterreich über die Sportlounge, der Landesmitteilungen zur Saisonbilanz und zur Sportheld-Wahl sowie des Finalberichts von MeinBezirk Baden, abgerufen am 20.10.2026. Gelesen und freigegeben am 21.10.2026 von leokobes.

Quellen (geprüft am 21.10.2026):
  1. noe.ORF.at: Huber und Karl sind Sportler des Jahres, 19.10.2026, abgerufen 20.10.2026
  2. Land Niederösterreich: Sportlounge Niederösterreich 2026 – Karl und Huber sind Niederösterreichs Sportler des Jahres, 20.10.2026, abgerufen 20.10.2026
  3. Land Niederösterreich: 15 Titel für Niederösterreichs Top- und Leitvereine, 9.6.2026, abgerufen 20.10.2026
  4. Land Niederösterreich: „Sportheld des Jahres 2026“: Bühne frei für Niederösterreichs Ehrenamtliche, 29.5.2026, abgerufen 20.10.2026
  5. MeinBezirk Baden: Erstmals Meister – Jags aus Bad Vöslau entscheiden Handball-Krimi für sich, 8.6.2026, abgerufen 20.10.2026
  6. Titelfoto: Xplvl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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