Käthe Kratz und Maria Bill im Cinema Paradiso Baden

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Maria Bill lächelnd im Porträt, mit dunklem Haar, Ohrringen und hellem Schal, im Hintergrund unscharf eine Straße
Maria Bill 2011 beim Popfest Wien. Foto: Manfred Werner – Tsui, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Am Montag, 23. November, liest die Filmemacherin Käthe Kratz im Cinema Paradiso Baden aus ihrem Buch „Schwindelfrei“. Maria Bill singt dazu, begleitet von Klavier und Akkordeon. Es geht um eine Kindheit im Schatten eines NS-Fliegerhelden und um den Weg heraus.

„Schwindelfrei“ ist heuer im Verlag Elster & Salis erschienen. Laut Kino erzählt Kratz darin von ihrer Kindheit als Tochter eines ehemaligen NS-Fliegerhelden, vom Aufwachsen in einer Flüchtlingsbaracke und davon, wie lange es gedauert hat, sich von dieser Herkunft zu lösen. Die eigene Geschichte läuft dabei neben den großen Umbrüchen der Nachkriegszeit her, von den 68ern über die Frauenbewegung bis heute.

Wer Käthe Kratz ist

Kratz, geboren 1947 in Salzburg, hat als erste Frau an der Wiener Filmhochschule Regie studiert und gilt als erste österreichische Regisseurin von Fernsehspielfilmen. Für den ORF drehte sie unter anderem die Reihe „Lebenslinien“ über drei Generationen von Frauen, fürs Kino „Atemnot“ (1984) und „Das zehnte Jahr“ (1995). Gemeinsam mit Kolleginnen wie Kitty Kino und Susanne Zanke gehörte sie zur Gruppe „Aktion Filmfrauen“. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit dem Erich-Neuberg-Preis und der Torberg-Medaille.

Lieder von Maria Bill

Maria Bill, 1948 im Schweizer Trogen geboren, kam 1978 mit dem ersten Ensemble des Wiener Schauspielhauses nach Wien. Bekannt wurde sie 1982 mit einem Stück über Édith Piaf, das sie dort spielte und sang. Später stand sie lange am Volkstheater auf der Bühne. In Baden singt sie, am Klavier spielt Michael Hornek, am Akkordeon Krzysztof Dobrek. Welche Lieder es werden, nennt das Kino nicht.

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Käthe Kratz und Maria Bill: „Schwindelfrei“

Eine Woche später: ein Film von Kratz

Am Sonntag, 29. November, um 13 Uhr zeigt das Kino beim Cinema Breakfast ihren Dokumentarfilm „Abschied ein Leben lang“ von 1999. Kratz begleitet darin drei frühere Bewohnerinnen und Bewohner der Wiener Josefstadt, bei einem Besuch in Wien 1998. Anlass war das Gedenkprojekt „Verlorene Nachbarschaft“, das 60 Jahre nach der Zerstörung der Synagoge in der Neudeggergasse ihre Fassade nachbilden ließ. Die drei erzählen von Kindheit und Nachbarschaft, vom „Anschluss“ 1938, von Verfolgung, Flucht und Exil.

Ebenfalls im November laufen im Haus die Jüdischen Filmtage. Was bei den Jüdischen Filmtagen im Cinema Paradiso läuft, steht in einem eigenen Beitrag. Den Termin der Lesung gibt es auch als Veranstaltungsseite, das ganze Programm im Kinoprogramm für Baden.

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Recherchiert anhand der Programmseiten des Cinema Paradiso Baden und der Wikipedia-Artikel zu Käthe Kratz und Maria Bill, abgerufen am 27.10.2026. Gelesen und freigegeben am 27.10.2026 von leokobes.

Quellen (geprüft am 27.10.2026):
  1. Cinema Paradiso Baden: Käthe Kratz & Maria Bill, 23.11.2026, Programm und Eintritt, abgerufen 27.10.2026
  2. Cinema Paradiso Baden: Abschied ein Leben lang, 29.11.2026, abgerufen 27.10.2026
  3. Wikipedia: Käthe Kratz – Leben, Filme, Werke, Auszeichnungen, abgerufen 27.10.2026
  4. Wikipedia: Maria Bill – Herkunft, Schauspielhaus, Piaf, Volkstheater, abgerufen 27.10.2026
  5. Titelfoto: Manfred Werner – Tsui, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

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