Kurpark Baden: Lederhülsenbäume statt Kastanien
Im Unteren Kurpark in Baden werden gerade 13 junge Bäume gepflanzt, rund um den Undinebrunnen. Es sind Lederhülsenbäume, und sie sollen auf Dauer die Rosskastanien ersetzen, die dort krank sind. Die Arbeiten laufen seit 20. Oktober und dauern voraussichtlich bis 6. November 2026.
Für Spaziergänger heißt das: Stellenweise sind kleine Bereiche abgesperrt, und es kann zu kurzen Einschränkungen auf den Wegen kommen. Wer Fragen hat, erreicht die Stadtgärten Baden unter 02252 86800 850 oder stadtgaerten@baden.gv.at.
Warum die Kastanien gehen
Laut Stadtgemeinde setzen Hitze, trockene Sommer und niederschlagsarme Winter den Rosskastanien zu. Dazu kommt, dass der Boden im viel besuchten Park durch Gehen und Befahren verdichtet ist, sodass Wasser und Luft schlechter zu den Wurzeln kommen. Geschwächte Bäume sind anfälliger für Krankheiten. Genannt werden das Bakterium Pseudomonas und Erreger der Gattung Phytophthora. Ein Gutachten des Bundesforschungszentrums für Wald hat bei den Kastanien im Unteren Kurpark einen Befall mit Phytophthora nachgewiesen. Einige Bäume sind bereits abgestorben, andere sind so geschädigt, dass ihre Stand- und Bruchsicherheit leidet.
Ganz neu ist der Kurs nicht. Die Stadtgärten pflanzen seit einigen Jahren keine neuen Rosskastanien mehr. 2020 wurde die Kastanienallee im Doblhoffpark vollständig durch Amberbäume ersetzt, wie die Stadt in Erinnerung ruft. Der Umbau im Kurpark geht schrittweise: Die 13 Lederhülsenbäume sind der Anfang.
Was der Lederhülsenbaum mitbringt
Der Lederhülsenbaum heißt botanisch Gleditsia triacanthos und ist auch als Amerikanische Gleditschie bekannt. Er stammt aus dem Osten und der Mitte der USA. Seinen Namen hat er von den flachen, ledrigen Hülsen, die im Herbst und Winter an den Zweigen hängen und laut Wikipedia rund 25 Zentimeter lang werden. Die Wildform trägt lange Dornen am Stamm. Gepflanzt wird in Baden aber die dornenlose Sorte ‘Skyline’, die einen strafferen Wuchs hat und oft als Straßenbaum verwendet wird.
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Die Stadtgärten nennen als Gründe für die Wahl die lockere, luftige Krone, die hohe Verträglichkeit gegenüber Hitze und Trockenheit und dass der Baum für die bekannten Kastanienkrankheiten unempfindlich ist. Er kommt auch mit kalkhaltigen Böden zurecht. In Baden steht er bereits als Straßenbaum. Ende Oktober färben sich die gefiederten Blätter laut Wikipedia für kurze Zeit goldgelb.
Damit die jungen Bäume anwachsen, kommen sie aus einer österreichischen Qualitätsbaumschule und stehen in einem eigenen Pflanzsubstrat. Es soll auch unter Belastung Luft an die Wurzeln lassen und viel Wasser speichern.
Unterer Kurpark Baden
- 13 Lederhülsenbäume (Gleditsia triacanthos ‘Skyline’) rund um den Undinebrunnen
- Arbeiten: 20. Oktober bis voraussichtlich 6. November 2026
- Kleinräumige Absperrungen möglich
- Stadtgärten Baden: 02252 86800 850, stadtgaerten@baden.gv.at
Im Kurpark gab es zuletzt auch andere Sorgen: Über die Flurschäden berichtet der Beitrag Wildschweinschäden im Kurpark Baden. Im Doblhoffpark, wo seit 2020 Amberbäume stehen, liegt am Teich das Café-Restaurant Doblhoffpark. Was sonst in der Stadt los ist, steht auf der Seite Baden.
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Recherchiert anhand der Mitteilung der Stadtgemeinde Baden und des Wikipedia-Artikels zur Amerikanischen Gleditschie. Zuletzt geprüft am 23.10.2026.
