Lebensqualität: Was die Umfrage für den Bezirk heißt

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Rotes Bürgerhaus mit weißen Fensterrahmungen und Holztor in Traiskirchen, davor parkende Autos
Foto: Karl Gruber, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

86 Prozent der Menschen in Österreich sind mit der Lebensqualität in ihrer Gemeinde sehr oder eher zufrieden. Das zeigt eine Umfrage, die das Landwirtschafts- und Regionenministerium am 21. Oktober vorgestellt hat. Spannend für den Bezirk Baden ist ein Detail: Was den Leuten wichtig ist, hängt stark davon ab, wie groß ihre Gemeinde ist.

Befragt hat das Institut für Demoskopie und Datenanalyse laut Ministerium 3.000 Personen ab 16 Jahren, repräsentativ für Österreich. 72 Prozent sind zuversichtlich, dass ihre Gemeinde auch künftig eine gute Lebensqualität bietet. Als wichtigste Themen nannten die Befragten Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung (29 Prozent), Bildungseinrichtungen (28 Prozent), Leerstand und Ortskernentwicklung (27 Prozent), den Ausbau erneuerbarer Energie (23 Prozent) und regionale Lebensmittel und Direktvermarktung (20 Prozent).

Drei Größenklassen, drei Prioritäten

Die Studie teilt die Gemeinden in drei Gruppen. In Gemeinden unter 5.000 Einwohnern stehen laut Ministerium Nahversorgung, Erreichbarkeit, Katastrophenschutz und die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden stärker im Vordergrund. Zwischen 5.000 und 19.999 Einwohnern sind Leerstand, Ortskernentwicklung, regionale Lebensmittel und Direktvermarktung besonders wichtig. Ab 20.000 Einwohnern werden Bildung, Klimaschutz, erneuerbare Energie, Kreislaufwirtschaft sowie soziales Zusammenleben und Integration häufiger genannt. Kleinere Gemeinden sind dabei besonders zufrieden, in größeren gibt es etwas mehr Skepsis, was die Zukunft angeht.

Wo der Bezirk Baden in diesem Raster steht

Eigene Ergebnisse für den Bezirk Baden enthält die Studie nicht. Legt man aber die Einwohnerzahlen von Statistik Austria (Stand 1. Jänner 2026) daneben, zeigt sich, wie sich die 30 Gemeinden auf die drei Gruppen verteilen:

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Der Bezirk ist damit vor allem einer der mittelgroßen Gemeinden, genau der Gruppe, für die Leerstand und Ortskerne laut Umfrage besonders wichtig sind. Ob das hier genauso gesehen wird, sagt die Studie nicht, denn sie nennt keine Werte für einzelne Bezirke.

Leerstand vor Neubau

Bei der Flächennutzung sind die Antworten deutlich: 65 Prozent halten es für sehr wichtig, leerstehende Gebäude wieder zu nutzen, und 68 Prozent wollen, dass brachliegende Flächen vor einer Neubebauung genutzt werden. Den Schutz landwirtschaftlicher Böden halten 57 Prozent für sehr wichtig und weitere 30 Prozent für eher wichtig. Bundesminister Norbert Totschnig kündigte an, in Ortskerne, regionale Energie und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe investieren zu wollen.

Umfrage „Lebensqualität in Gemeinden“

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Recherchiert anhand der Aussendung des Ministeriums zur Studie und der Einwohnerzahlen von Statistik Austria. Die Zuordnung der Gemeinden zu den Größenklassen hat die Redaktion selbst berechnet. Zuletzt geprüft am 23.10.2026. Gelesen und freigegeben am 23.10.2026 von leokobes.

Quellen (geprüft am 23.10.2026):
  1. BMLUK: Totschnig – Jetzt Weichen stellen für die Lebensqualität im ländlichen Raum, 21.10.2026
  2. Statistik Austria, Bevölkerungsstand 2026 (1.1.2026), Gemeinden im Bezirk Baden, CC BY 4.0
  3. Titelfoto: Karl Gruber, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (Kennzeichen unkenntlich gemacht)

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