„Sobibór“ und „Flow my Tears“ im Cinema Paradiso
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Zwei Filme über die Verbrechen des Nationalsozialismus und das, was davon bleibt, laufen im November im Cinema Paradiso in Baden. Am 22. November zeigt das Kino Claude Lanzmanns „Sobibór“ über den Aufstand im gleichnamigen Vernichtungslager, am 26. November „Flow my Tears“ von Alexander Melach über Kinder von KZ-Überlebenden.
„Sobibór“: ein Überlebender erzählt
Im Vernichtungslager Sobibór im besetzten Polen wurden nach Schätzungen bis zu 250.000 Jüdinnen und Juden ermordet. Am 14. Oktober 1943 erhoben sich die Häftlinge. Sie töteten zwölf SS-Männer und zwei Wachmänner, 365 Gefangene flohen aus dem Lager. Bis Kriegsende überlebten laut Wikipedia nur 47 von ihnen. Der Filmtitel nennt Ort, Datum und Uhrzeit dieses Aufstands, im Original „Sobibór, 14 octobre 1943, 16 heures“.
Im Film beantwortet Yehuda Lerner Lanzmanns Fragen. Er war als Jugendlicher am Aufstand beteiligt, tötete zwei deutsche Soldaten und überlebte. Lanzmann hatte ihn bei den Dreharbeiten zu seinem Film „Shoah“ kennengelernt. Laut Kino richtet sich der Film ausdrücklich gegen die Legende, die jüdischen Häftlinge hätten sich nicht gegen ihre Ermordung gewehrt. Er dauert 95 Minuten und läuft im Original mit Untertiteln. Mehr dazu, auch den Trailer, findest du auf der Filmseite zu „Sobibór“.
„Flow my Tears“: was die Kinder tragen
Der Vater von Alexander Melach war jahrelang im KZ Buchenwald inhaftiert und hat als einer von wenigen überlebt. In „Flow my Tears“ fragt Melach, wie diese Erfahrung sein eigenes Leben und das seiner Kinder geprägt hat. Zu Wort kommen auch andere Kinder von KZ-Überlebenden. Über 26 Jahre hat Melach außerdem in KZ-Gedenkstätten gefilmt, jeweils an den Tagen der großen offiziellen Gedenkfeiern.
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Die Musik stammt von Harri Stojka, der auch selbst im Film vorkommt, ebenso wie Christian Qualtinger und Lena Rothstein. Der Film ist eine österreichische Produktion von heuer und dauert 96 Minuten. Alle Angaben stehen auf der Filmseite zu „Flow my Tears“.
Termine
„Sobibór“ läuft am Sonntag, 22. November, um 19.30 Uhr, „Flow my Tears“ am Donnerstag, 26. November, um 18.15 Uhr. Es sind reguläre Vorstellungen, Karten gibt es online und an der Kinokasse unter 02252 256225. Altersfreigaben nennt das Kino für keinen der beiden Filme, bei der Jugendmedienkommission sind sie nicht eingetragen. Bei den Jüdischen Filmtagen im Cinema Paradiso stehen beide Filme nicht auf dem Programm, sie laufen gesondert. Das ganze Programm findest du unter Kino in Baden.
Im Cinema Paradiso Baden
- „Sobibór, 14. Oktober 1943, 16 Uhr“ von Claude Lanzmann: Sonntag, 22. November 2026, 19.30 Uhr, 95 Minuten, Original mit Untertiteln
- „Flow my Tears“ von Alexander Melach: Donnerstag, 26. November 2026, 18.15 Uhr, 96 Minuten
- Beethovengasse 2a, Baden, Kinokasse 02252 256225
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Recherchiert anhand der Filmseiten des Cinema Paradiso Baden, der Wikipedia und der Filmdatenbank der Jugendmedienkommission.