Baden: Mehr als jeder Vierte ist 65 oder älter

In Baden sind 7.027 der 26.097 Einwohnerinnen und Einwohner 65 Jahre oder älter. Das sind 26,9 Prozent und damit der höchste Anteil unter den 30 Gemeinden des Bezirks. So steht es im Bevölkerungsstand der Statistik Austria zum Stichtag 1. Jänner 2026.
Zum Vergleich: Im ganzen Bezirk Baden sind es 32.516 von 150.523 Menschen, also 21,6 Prozent. In Niederösterreich liegt der Anteil bei 22,2 Prozent, österreichweit bei 20,7 Prozent. Die Stadt Baden hebt sich also deutlich ab – der Bezirk insgesamt ist etwas jünger als das Land.
Wo im Bezirk leben die meisten Älteren?
Nach Baden folgen Hernstein (375 von 1.537, 24,4 Prozent), Bad Vöslau (3.000 von 12.589, 23,8 Prozent), Weissenbach an der Triesting (395 von 1.673, 23,6 Prozent) und Berndorf (2.055 von 8.815, 23,3 Prozent). Den niedrigsten Anteil hat Mitterndorf an der Fischa mit 404 von 3.155 Menschen, das sind 12,8 Prozent. Dahinter liegen Hirtenberg (418 von 2.571, 16,3 Prozent) sowie Trumau und Teesdorf mit je 17,3 Prozent.
In absoluten Zahlen wohnen die meisten Älteren in den drei großen Gemeinden: Baden, Traiskirchen (3.690) und Bad Vöslau (3.000) kommen zusammen auf 13.717 Menschen ab 65. Das sind 42 Prozent aller Menschen ab 65 im Bezirk. Traiskirchen hat damit zwar die zweitgrößte Zahl, mit 19,5 Prozent aber einen Anteil unter dem Bezirksschnitt.
Wie viele Kinder stehen dem gegenüber?
In Baden leben 3.160 Kinder unter 15 Jahren – weniger als halb so viele wie Menschen ab 65. Im Bezirk sind es 21.063 Kinder gegenüber 32.516 Älteren. Nur in einer Gemeinde ist das Verhältnis umgekehrt: In Mitterndorf an der Fischa gibt es 598 Kinder unter 15 und 404 Menschen ab 65.
Auch bei den Hochbetagten hebt sich Baden ab: 2.542 Badenerinnen und Badener sind 80 oder älter, das sind 9,7 Prozent der Stadtbevölkerung. Im ganzen Bezirk liegt dieser Anteil bei 6,5 Prozent.
- Baden: 7.027 von 26.097 Menschen ab 65 (26,9 %), davon 2.542 ab 80
- Bezirk Baden: 32.516 von 150.523 (21,6 %)
- Niederösterreich: 22,2 %, Österreich: 20,7 %
- Niedrigster Anteil im Bezirk: Mitterndorf an der Fischa, 12,8 %
- Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsstand 2026, Lizenz CC BY 4.0
Was erklärt die Statistik nicht?
Woran der hohe Anteil in Baden liegt, sagt die Statistik nicht. Sie zählt, wer an einem Stichtag wo gemeldet ist, und nennt keine Gründe. Ob Zuzug im Ruhestand, die Zahl der Pflege- und Seniorenwohnplätze oder der Wegzug junger Familien den Ausschlag gibt, lässt sich aus diesen Zahlen nicht ablesen. Eine Erklärung der Stadt dazu ist uns nicht bekannt.
Was sich sagen lässt: In Bad Vöslau, mit dem dritthöchsten Anteil, hat im September der Neubau eines Pflegezentrums mit 144 Plätzen in Bad Vöslau begonnen – 39 mehr als bisher. Wie es um Hausärzte, Apotheken und barrierefreie Wege in der Stadt Baden steht, wäre eine eigene Recherche wert.
Die Zahlen gelten zum 1. Jänner 2026 und werden einmal im Jahr neu erhoben. Mehr aus der Stadt unter Neues aus Baden.
Weiterlesen & entdecken
Mehr aus unserer Redaktion
Ausgewertet aus dem offenen Datensatz der Statistik Austria zum Bevölkerungsstand am 1.1.2026 (Einzelalter je Gemeinde). Anteile und Summen für Bezirk und Niederösterreich selbst berechnet; der Österreich-Wert stammt aus der Tabelle der Statistik Austria.



