Halloween-Filmtipp: Das schaurige Haus
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Heute ist ein Film für alle dran, die aus den Familientiteln herausgewachsen sind: „Das schaurige Haus“ von 2020 ist ein österreichischer Gruselfilm für Jugendliche. Gedreht wurde er in Unterkärnten, und dort spielt auch die Geschichte, gleich an der Grenze zu Slowenien. Die Jugendmedienkommission gibt ihn ab 10 Jahren frei und empfiehlt ihn als Gruselfilm ab 12.
Regie führte Daniel Prochaska, es war sein erster Kinofilm. Das Drehbuch von Marcel Kawentel und Timo Lombeck beruht auf dem gleichnamigen Jugendroman von Martina Wildner. Produziert hat die österreichische Mona Film gemeinsam mit der deutschen Naked Eye Filmproduktion. Der Film dauert 99 Minuten. León Orlandianyi spielt den 16-jährigen Hendrik, Benno Roßkopf seinen kleinen Bruder Eddi und Julia Koschitz die Mutter Sabine.
Die Geschichte
Hendrik zieht mit seiner Mutter und seinem achtjährigen Bruder von Hannover nach Bad Eisenkappel in Kärnten. Die Mutter hat dort eine neue Stelle in der Obir-Tropfsteinhöhle, und der Umzug soll der Familie helfen, über den Unfalltod des Vaters hinwegzukommen. Für Hendrik ist es erst einmal ein Kulturschock, schon wegen des Dialekts. Und mit dem heruntergekommenen Haus, das ihnen ein aufdringlicher Makler vermittelt hat, stimmt etwas nicht: Eddi schlafwandelt und spricht dabei plötzlich Slowenisch, Hendrik hat Albträume. Mit der forschen Ida und dem schlauen Fritz geht er dem Geheimnis auf den Grund. Mehr sei nicht verraten.
Ab 10, empfohlen ab 12
Die österreichische Jugendmedienkommission hat „Das schaurige Haus“ ab 10 Jahren freigegeben. In Deutschland ist er ab 12 (FSK 12). Die Kommission schreibt, der Film sei von Beginn an gruselig: Schreckmomente, knarrende Türen, düstere Schauplätze wie der Friedhof und Toneffekte, die die Spannung steigern. Für Jüngere seien vor allem die Szenen zu beängstigend, in denen die Brüder besessen sind, mit ganz schwarzen Augen und tieferen Stimmen. Auch Mord und Rache als Themen, eine Verfolgung mit einem Gewehr und einen Faustschlag mit blutigen Folgen nennt sie ausdrücklich.
Ab zehn gibt es aber genug, was das abfängt, schreibt die Kommission: Hendrik, Ida und Fritz bleiben fast immer souverän und lassen sich von den Geistern kaum beeindrucken, dazu kommen Szenen am Badesee und eine erste Liebe. Empfohlen wird der Film „als Gruselfilm ab 12 Jahren“, für Jugendliche, die sich gern gruseln. Gelobt werden das Handy als ganz selbstverständlicher Teil der Geschichte und dass hier einmal ein taffes Mädchen den Burschen rettet.
Wenn du zwölf oder dreizehn bist und mit deinen Freunden einen Gruselabend machst, ist das genau dein Film. Wer jüngere Geschwister im Haus hat, schaut ihn besser, wenn die schon schlafen.
Gruselfaktor
Gruselfaktor: 3 von 5 Kürbissen. Das ist unsere redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Deutlich mehr Gänsehaut als bei den Familientiteln der Reihe, aber kein Horrorfilm für Erwachsene: Die Spannung steigt bis zum Schluss, und zwischendurch wird gelacht, vor allem über die Großstadtfamilie, die mit dem Kärntner Dorfleben fremdelt. Die deutsche Film- und Medienbewertung hat ihm das Prädikat „besonders wertvoll“ gegeben und schreibt, es gebe einige größere Schreckmomente, die die Inszenierung aber gut auffange.
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Gedreht in Unterkärnten
Gedreht wurde im Sommer 2019, laut Wikipedia an 34 Drehtagen vom 15. Juli bis 30. August. Produzent Gerald Podgornig ist selbst Kärntner und zählte dem ORF Kärnten die Drehorte auf: Trögern, Ebriach und Bad Eisenkappel in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach, der Linsendorfer Stausee in Gallizien, die Annabrücke und Möchling – „alles in Unterkärnten“. Als Drehort für das Spukhaus diente ein Haus in Ebriach.
Das Innere des Hauses steht allerdings nicht in Kärnten: Die Innenaufnahmen entstanden laut Kurier in einer Industriehalle in Wien-Simmering, in der die Räume als Kulisse aufgebaut waren. Geplant war der Film zuerst als deutsche Produktion im Allgäu, wo auch das Buch spielt. Mit dem Wechsel nach Kärnten wurde aus dem Rumänischen im Roman das Slowenische.
Seine Premiere hatte der Film am 12. September 2020 im Freien beim Wildensteiner Wasserfall in Gallizien, ins Kino kam er in Österreich am 30. Oktober 2020. Als er im Mai 2021 auf Netflix erschien, landete er laut Wikipedia in mehr als 50 Ländern in den Top 10 und als erster österreichischer Film auf Platz fünf der weltweiten Netflix-Filmcharts. Beim Festival Goldener Spatz bekam er 2021 den Publikumspreis als bester Jugendfilm.
Streaming in Österreich
Laut JustWatch war „Das schaurige Haus“ in Österreich am 17. Oktober 2026 so verfügbar:
- Leihen und kaufen: Amazon Video
- Im Abo: derzeit bei keinem Anbieter
Streaming-Angebote ändern sich oft kurzfristig. Am besten vor dem Abend kurz beim Anbieter nachsehen.
Zum Ausmalen
Für die jüngeren Geschwister, die heute nicht mitschauen: drei Kürbislaternen auf den Stufen vor der Haustür, ein Kürbis-Mandala für alle, die gern genau malen, und ein Kürbis mit Hexenhut. Alle drei sind eigens gezeichnet, keine Filmfiguren – zum Ausdrucken und Anmalen.



Gestern, morgen und die ganze Reihe
Gestern ging es um „Hotel Transsilvanien“, den Zeichentrickfilm für die ganze Familie. Weiter geht es mit „Beetlejuice“ von 1988 – schwarzer Humor für Jugendliche und Erwachsene. Alle 21 Filme stehen in der Übersicht 21 Filmabende bis Halloween. Wer zu Halloween lieber mit Freunden unterwegs ist: Der Halloween-Veranstaltungskalender für den Bezirk Baden zeigt, was rund um den 31. Oktober los ist.
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Mehr aus unserer Redaktion
Teil der Reihe „21 Filmabende bis Halloween". Angaben zum Film anhand der Wikipedia, Drehorte beim ORF Kärnten und im Kurier, Altersfreigabe direkt in der Filmdatenbank der Jugendmedienkommission, Streaming-Angebote bei JustWatch Österreich am 17.10.2026 nachgesehen. Der Gruselfaktor ist eine Einschätzung der Redaktion. Gelesen und freigegeben am 17.10.2026 von leokobes.
- Wikipedia: Das schaurige Haus (Film) – Stab, Besetzung, Länge, Drehzeitraum, Premiere, Kinostart, Netflix-Charts, Auszeichnungen, abgerufen 17.10.2026
- Jugendmedienkommission, Filmdatenbank: Das schaurige Haus – Freigabe ab 10, Positivkennzeichnung, abgerufen 17.10.2026
- ORF Kärnten: Schauriges Filmprojekt für Jugendliche – Drehorte in Unterkärnten, 9.8.2019
- Kurier: Das Innere des „Spukhauses“ steht neben der „Schußlinie“ – Innenaufnahmen in Wien-Simmering, 7.8.2019
- FBW Deutsche Film- und Medienbewertung: Das schaurige Haus – Prädikat, FSK 12, abgerufen 17.10.2026
- JustWatch Österreich: Das schaurige Haus, Stand 17.10.2026