Herbstgarten: Was für Schmetterlinge stehen bleibt

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Drei Tagpfauenaugen mit roten Flügeln und Augenflecken sitzen auf gelbgrünen Efeublüten zwischen glänzenden Blättern
Symbolbild · Foto: Vypust, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wer im Herbst den Garten aufräumt, räumt oft auch die Schmetterlinge des nächsten Jahres weg. Darauf weist die Marktgemeinde Günselsdorf mit einem Gartentipp von „Natur im Garten“ hin: spät blühende Pflanzen stehen lassen, verblühte Stängel erst im Frühjahr schneiden, und jetzt pflanzen.

Efeu und Astern als letzte Tankstelle

Im Spätsommer und Herbst brauchen Falter, Wildbienen und andere Insekten noch Nektar. Besonders ergiebig ist laut „Natur im Garten“ die Blüte des Efeus. Dort tanken Tagpfauenauge, Admiral und Kleiner Fuchs Reserven für den Winter. Bis in den Herbst blühen außerdem Berg-Aster, Purpur-Fetthenne, Moschusmalve, Tauben-Skabiose und Goldhaar-Aster. Auch Kräuter wie Thymian, Bergbohnenkraut, Dost, Schnittknoblauch, Schafgarbe, Eibisch und Ringelblume blühen vielerorts bis zum ersten Frost.

Wie viel ein einzelnes Kraut bringt, zeigt eine Zahl von „Natur im Garten“: Der Dost, also wilder Oregano, liefert Nektar für mehr als 56 Schmetterlingsarten, und an ihm fressen die Raupen von mehr als 19 Arten.

Warum die dürren Stängel stehen bleiben sollen

Nur wenige Arten überwintern als fertiger Falter, etwa der Zitronenfalter, das Tagpfauenauge oder der Kleine Fuchs. Der Zitronenfalter sitzt dabei gut getarnt in Sträuchern oder an abgestorbenen Staudenstängeln. Die meisten anderen Arten verbringen den Winter als Ei, Raupe oder Puppe, und zwar an Pflanzenstängeln, im Laub oder im Boden. Puppen von Schwalbenschwanz und Weißlingen hängen an Mauern oder Pflanzen. Wer im Herbst alles zurückschneidet, nimmt sie mit.

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Deshalb lautet der Rat, möglichst viele Pflanzen über den Winter stehen zu lassen und erst im späten Frühjahr zurückzuschneiden. Auch das Laub unter Sträuchern ist ein Winterquartier. Wichtig ist auch die Brennnessel: Sie ist die einzige Futterpflanze der Raupen des Tagpfauenauges. Wer eine Ecke mit Brennnesseln stehen lässt, hilft also genau dem Falter, der im Herbst am Efeu sitzt. Was trotzdem weg muss, gehört in die Biotonne oder zum Grünschnitt der Gemeinde. Die Termine deiner Gemeinde stehen bei den Abfuhrterminen im Bezirk Baden.

Jetzt pflanzen

Der Herbst ist laut „Natur im Garten“ die beste Pflanzzeit für Stauden und Gehölze, auch für ein eigenes Schmetterlingsbeet. Wer weniger Rasen und mehr Blüten will, findet im Beitrag Kräuterrasen statt Zierrasen eine Variante, die mit Thymian und Co. arbeitet.

Mehr über das Thema erzählt „Natur im Garten“ am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 18 Uhr im kostenlosen Webinar „Wunder der Verwandlung: Ei – Raupe – Puppe – Falter“. Die Anmeldung läuft über die Website von „Natur im Garten“.

Schmetterlinge im Herbstgarten

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Recherchiert anhand der Mitteilung der Marktgemeinde Günselsdorf und der Fachseiten von „Natur im Garten“ zu Schmetterlingen, ihrer Überwinterung und dem Webinarprogramm, abgerufen am 21.10.2026. Gelesen und freigegeben am 22.10.2026 von leokobes.

Quellen (geprüft am 22.10.2026):
  1. Marktgemeinde Günselsdorf: Blühender Herbst für zarte Falter (Quelle: Natur im Garten, 15.10.2026), abgerufen 21.10.2026
  2. „Natur im Garten“: Schmetterlinge (Arten, Nektar- und Raupenfutterpflanzen), abgerufen 21.10.2026
  3. „Natur im Garten“ Blog: Wo Schmetterlinge überwintern, abgerufen 21.10.2026
  4. „Natur im Garten“: Webinare im Oktober 2026, abgerufen 21.10.2026
  5. Titelfoto: Vypust, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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