Kohlenmonoxid beim Heizen: worauf du achten musst

Redaktion badenliefert.at
Ein runder weißer Kohlenmonoxid-Warnmelder mit Testknopf und Lautsprecheröffnung liegt auf dunklen Holzbrettern
Symbolbild: ein Kohlenmonoxid-Warnmelder. Foto: Santeri Viinamäki, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Im Oktober beginnt die Heizsaison, Thermen und Öfen laufen wieder. Der Niederösterreichische Zivilschutzverband widmet seinen Tipp für Oktober deshalb dem Kohlenmonoxid, die Marktgemeinde Sooß hat ihn an ihre Bürger weitergegeben. Das Gas sieht und riecht man nicht, und ein normaler Rauchmelder schlägt nicht an.

Kohlenmonoxid, chemisch CO, entsteht, wenn Gas, Holz oder Öl nicht vollständig verbrennt. Laut Gesundheitsportal des Bundes sind Kohlenmonoxidvergiftungen die häufigsten Gasvergiftungen in Österreich. Das Gas bindet sich im Blut an den roten Blutfarbstoff und verdrängt dort den Sauerstoff. Schwere Vergiftungen können in relativ kurzer Zeit tödlich sein.

Wo die Gefahr im Haus entsteht

Das Gesundheitsportal nennt alte oder defekte Gasthermen, einen schlechten Kaminzug, blockierte Kamine, Lagerräume für Pellets, Wasserpfeifen und Holzkohlegrills in Innenräumen oder Garagen. Bei Gasthermen kann es auch gefährlich werden, wenn gleichzeitig ein mobiles Klimagerät läuft, weil es Luft aus dem Raum absaugt.

Der Zivilschutzverband rät deshalb:

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Rauchmelder reicht nicht

Ein gewöhnlicher Rauchmelder erkennt kein Kohlenmonoxid. Dafür gibt es eigene CO-Warnmelder, die bei gefährlichen Konzentrationen Alarm geben. Der Zivilschutzverband betont, dass so ein Melder eine zusätzliche Sicherung ist und keine Wartung ersetzt. Für Montage, Funktionstest und Austausch gelten die Angaben des Herstellers. Das Gesundheitsportal empfiehlt CO-Melder vor allem für Wohnungen mit Gastherme.

Warnzeichen und was dann zu tun ist

Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit können auf eine Vergiftung hinweisen, dazu laut Gesundheitsportal Erbrechen, Sehstörungen, Ohrensausen, Kurzatmigkeit und Druck auf der Brust. Besonders verdächtig ist es, wenn mehrere Menschen im selben Raum gleichzeitig solche Beschwerden haben.

Bei Alarm oder Verdacht alle sofort ins Freie bringen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Von draußen die Feuerwehr unter 122 und bei Beschwerden die Rettung unter 144 rufen. Ins Haus geht es erst wieder, wenn die Einsatzkräfte es freigeben. Auch bei leichten Beschwerden ist eine Behandlung nötig, weil Spätschäden möglich sind.

Notrufe und Beratung

Wer sein Haus ohnehin gerade winterfest macht, findet weitere Handgriffe in unserem Beitrag Haus und Garten vor dem Frost. Für Warnungen bei Unwetter und Katastrophen gibt es die Zivilschutz-App ZIVA. Mehr aus der Gemeinde steht auf der Seite zu Sooß.

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Recherchiert anhand des Zivilschutztipps des NÖ Zivilschutzverbands, den die Marktgemeinde Sooß am 27.10.2026 veröffentlicht hat, und der Vergiftungsinformation auf gesundheit.gv.at.

Quellen (geprüft am 28.10.2026):
  1. Marktgemeinde Sooß: Zivilschutztipp des Monats, 27.10.2026
  2. NÖ Zivilschutzverband: Zivilschutztipp Oktober 2026, Kohlenmonoxid (PDF über sooss.gv.at)
  3. gesundheit.gv.at: Vergiftung Kohlenmonoxid, abgerufen 28.10.2026
  4. NÖ Zivilschutzverband
  5. Titelfoto: Santeri Viinamäki, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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