Kohlenmonoxid beim Heizen: worauf du achten musst
Im Oktober beginnt die Heizsaison, Thermen und Öfen laufen wieder. Der Niederösterreichische Zivilschutzverband widmet seinen Tipp für Oktober deshalb dem Kohlenmonoxid, die Marktgemeinde Sooß hat ihn an ihre Bürger weitergegeben. Das Gas sieht und riecht man nicht, und ein normaler Rauchmelder schlägt nicht an.
Kohlenmonoxid, chemisch CO, entsteht, wenn Gas, Holz oder Öl nicht vollständig verbrennt. Laut Gesundheitsportal des Bundes sind Kohlenmonoxidvergiftungen die häufigsten Gasvergiftungen in Österreich. Das Gas bindet sich im Blut an den roten Blutfarbstoff und verdrängt dort den Sauerstoff. Schwere Vergiftungen können in relativ kurzer Zeit tödlich sein.
Wo die Gefahr im Haus entsteht
Das Gesundheitsportal nennt alte oder defekte Gasthermen, einen schlechten Kaminzug, blockierte Kamine, Lagerräume für Pellets, Wasserpfeifen und Holzkohlegrills in Innenräumen oder Garagen. Bei Gasthermen kann es auch gefährlich werden, wenn gleichzeitig ein mobiles Klimagerät läuft, weil es Luft aus dem Raum absaugt.
Der Zivilschutzverband rät deshalb:
- Warten lassen: Gastherme, Ofen und Kamin regelmäßig vom Fachbetrieb prüfen lassen und die Intervalle einhalten. Defekte Geräte und verlegte Abgaswege können CO in die Wohnräume bringen.
- Luft frei lassen: Lüftungsöffnungen nie abdecken. Wer neue Fenster, eine Dunstabzugshaube oder ein Klimagerät einbauen will, bespricht das vorher mit einem Fachbetrieb oder dem Rauchfangkehrer.
- Keine Notlösungen beim Heizen: Holzkohlegrill und Stromaggregat nie in Innenräumen betreiben, auch nicht bei offenem Fenster. Der Gasherd ist kein Heizgerät.
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Rauchmelder reicht nicht
Ein gewöhnlicher Rauchmelder erkennt kein Kohlenmonoxid. Dafür gibt es eigene CO-Warnmelder, die bei gefährlichen Konzentrationen Alarm geben. Der Zivilschutzverband betont, dass so ein Melder eine zusätzliche Sicherung ist und keine Wartung ersetzt. Für Montage, Funktionstest und Austausch gelten die Angaben des Herstellers. Das Gesundheitsportal empfiehlt CO-Melder vor allem für Wohnungen mit Gastherme.
Warnzeichen und was dann zu tun ist
Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit können auf eine Vergiftung hinweisen, dazu laut Gesundheitsportal Erbrechen, Sehstörungen, Ohrensausen, Kurzatmigkeit und Druck auf der Brust. Besonders verdächtig ist es, wenn mehrere Menschen im selben Raum gleichzeitig solche Beschwerden haben.
Bei Alarm oder Verdacht alle sofort ins Freie bringen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Von draußen die Feuerwehr unter 122 und bei Beschwerden die Rettung unter 144 rufen. Ins Haus geht es erst wieder, wenn die Einsatzkräfte es freigeben. Auch bei leichten Beschwerden ist eine Behandlung nötig, weil Spätschäden möglich sind.
Notrufe und Beratung
- Feuerwehr: 122
- Rettung: 144
- Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43
Wer sein Haus ohnehin gerade winterfest macht, findet weitere Handgriffe in unserem Beitrag Haus und Garten vor dem Frost. Für Warnungen bei Unwetter und Katastrophen gibt es die Zivilschutz-App ZIVA. Mehr aus der Gemeinde steht auf der Seite zu Sooß.
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Mehr aus unserer Redaktion
Recherchiert anhand des Zivilschutztipps des NÖ Zivilschutzverbands, den die Marktgemeinde Sooß am 27.10.2026 veröffentlicht hat, und der Vergiftungsinformation auf gesundheit.gv.at.