Probealarm: Was die Sirenen im Bezirk Baden sagen

Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, haben um die Mittagszeit wieder die Sirenen geheult – im Bezirk Baden wie im ganzen Land. Das Land Niederösterreich hat am Nachmittag die Auswertung veröffentlicht: Von den 2.450 Sirenen in Niederösterreich haben 98,90 Prozent einwandfrei funktioniert, bei 27 kam es zu einem Teilausfall.
Was an diesem Samstag geprüft wurde
Der Zivilschutz-Probealarm ist keine Erinnerung daran, dass es Sirenen gibt, sondern ein Härtetest der Technik. Ausgelöst werden die Signale zentral von der Landeswarnzentrale; geprüft wird, ob sie bei jeder einzelnen Anlage ankommen und ob die Anlage sie vollständig aussendet. Fällt bei einer Sirene nur eines der Signale aus, zählt das bereits als Teilausfall.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, in der Landesregierung unter anderem für Feuerwehr und Zivilschutz zuständig, fasste das Ergebnis so zusammen: 98,90 Prozent der Sirenen haben während der Aussendung der drei Sirenensignale einwandfrei funktioniert. Bei 27 Sirenen wurde ein Teilausfall verzeichnet. Wir haben ein gut ausgebautes Warn- und Alarmierungssystem, welches den jährlichen Härtetest bestanden hat und bereitsteht, die Bevölkerung im Notfall zu warnen.
Gleichzeitig wurde das Handy-Warnsystem AT-Alert bundesweit mitgetestet.
Die drei Signale – und was sie verlangen
Der Probealarm hat nicht nur einen technischen Zweck. Er soll auch dafür sorgen, dass man die Töne auseinanderhalten kann, wenn es ernst wird. Das Land Niederösterreich beschreibt sie so:
- Sirenenprobe – 15 Sekunden Dauerton. Der kurze Ton, der jeden Samstag um die Mittagszeit läuft. Er bedeutet nichts weiter, als dass die Anlage geprüft wird.
- Warnung – drei Minuten Dauerton. Eine Gefahr naht. Radio oder Fernsehen einschalten und den Verhaltenshinweisen folgen.
- Alarm – 60 Sekunden auf- und abschwellender Heulton. Die Gefahr ist da. Schützende Bereiche oder Räume aufsuchen und die über Radio und Fernsehen durchgegebenen Maßnahmen befolgen.
- Entwarnung – eine Minute Dauerton. Die Gefahr ist vorbei, weitere Hinweise kommen weiterhin über Radio und Fernsehen.
Der wichtigste Unterschied steckt im Ton selbst: Ein gleichbleibender Ton heißt informieren, ein schwankender heißt in Deckung gehen. Wer das weiß, braucht im Ernstfall keine Sekunde zum Nachdenken.
Warum das im Bezirk Baden nicht nur Routine ist
Dass ein Probealarm auch schiefgehen kann, hat der Bezirk Baden schon erlebt. In der Übersicht des Landes zu den Probealarmen der vergangenen Jahre steht zum Durchgang 2018: Damals funktionierten landesweit nur 95,6 Prozent der Sirenen, 108 Anlagen hatten einen Teilausfall – und ein großer Teil davon lag hier. Beim dritten Signal, der Entwarnung, lösten nach dieser Darstellung die rund 100 Sirenen im Bezirk Baden nicht aus.
Der Technikleiter der NÖ Landeswarnzentrale wird dort mit der Erklärung zitiert, man sei von einem Fehler in der Funkübertragung ausgegangen, weil die ersten beiden Signale im Bezirk einwandfrei angekommen waren; im Ernstfall wäre das auslösende Funksignal sofort ein weiteres Mal in den Bezirk geschickt worden. Gewertet wurde es trotzdem als Teilausfall.
Genau dafür gibt es diesen Samstag im Oktober: Ein solcher Fehler fällt bei einer Probe auf und nicht beim Hochwasser. Ob 2026 eine Anlage im Bezirk Baden betroffen war, nennt die Auswertung des Landes nicht – sie weist nur die Landessumme aus.
AT-Alert: die zweite Schiene
Seit 2024 läuft die Warnung zusätzlich über das Mobiltelefon. AT-Alert ist das bundesweite Warnsystem des Innenministeriums: Eine Warnung geht an alle Geräte, die zum fraglichen Zeitpunkt in der betroffenen Funkzelle eingebucht sind – ohne App, ohne Anmeldung und ohne dass dabei Telefonnummern verarbeitet werden. Bei der höchsten Stufe lässt sich der Alarm am Gerät nicht stummschalten.
Die beiden Wege ergänzen einander: Die Sirene erreicht auch den, der kein Handy bei sich hat; die Handy-Warnung erreicht auch den, der die Sirene nicht hört – im Keller, bei laufender Maschine oder mit Kopfhörern.
Wer nichts gehört hat
Das Land bittet ausdrücklich um Rückmeldung, wenn eine Sirene am Wohnort nicht oder nur schwach zu hören war. Dafür gibt es ein öffentliches Formular des Landes; die Angaben fließen in die Beurteilung der Hörbarkeit ein. Zu finden ist es auf der unten verlinkten Seite „Warn- und Alarmsignale“ des Landes Niederösterreich.
- Probealarm am 3. Oktober 2026, geprüft wurden 2.450 Sirenen in Niederösterreich
- 98,90 Prozent funktionierten einwandfrei, 27 hatten einen Teilausfall
- AT-Alert wurde bundesweit mitgetestet
- Dauerton heißt informieren, Heulton heißt schützen
- Der Probealarm findet seit 1998 an jedem ersten Samstag im Oktober statt
- Wer nichts gehört hat, kann das dem Land über ein Formular melden
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Mehr aus unserer Redaktion
Grundlage ist die Aussendung des Landes Niederösterreich vom 3. Oktober 2026 sowie die Seite des Landes zu den Warn- und Alarmsignalen. Wie viele Sirenen heute im Bezirk Baden stehen und ob 2026 eine davon ausgefallen ist, nennen beide Quellen nicht – deshalb steht es hier auch nicht. Der Text ist maschinell aus den unten genannten Quellen entstanden und von der Redaktion noch nicht nachgelesen.



