Traiskirchen: Matador bauen im Museum zu Allerheiligen

Geprüft von
Dampflokomotive aus hellem Holzbaukasten in einer Glasvitrine, dahinter Regale mit Holzmodellen und ein orangefarbener Kran in der Matador-Ausstellung
Foto: Karl Gruber, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (Aufnahme 2016)

Zu Allerheiligen, am Sonntag, 1. November 2026, wird im Museum Traiskirchen gebaut: Von 10 bis 11:30 Uhr setzen Kinder ab sechs Jahren aus Matador-Teilen gemeinsam ein Modell zusammen. Der Holzbaukasten passt in die Gegend: Ab 1915 wurde er im Nachbarort Pfaffstätten erzeugt.

Bauen, erzählen, durchs Museum fliegen

Das Museum kündigt das Kinderprogramm „Matador – Geschichten bauen“ so an: Die Kinder bauen gemeinsam ein Objekt, „mit dem wir durch das Museum fliegen“, und erfahren dabei die Geschichte von Matador. Wer schon Übung hat, bekommt Hilfe von „Prof. Matador“: So nennt das Museum Ing. Herbert Vilem, der auch bei schwierigeren Modellen mitbaut.

Der Eintritt kostet für Kinder 3 Euro, für Erwachsene 4,80 Euro. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, anmelden kannst du dich per Mail an anmeldung@museum-traiskirchen.at. Ob noch Plätze frei sind, erfährst du dort.

Ein Baukasten mit Geschichte im Bezirk

Erfunden hat Matador der Wiener Johann Korbuly um 1899. Die Holzbausteine seiner Kinder hielten nicht zusammen, also bohrte er Löcher hinein und verband die Teile mit Stäbchen. Das Patent meldete er am 2. November 1901 an. Weil die erste Fabrik in Wien bald zu klein war, übersiedelte der Betrieb 1915 nach Pfaffstätten.

Im Zweiten Weltkrieg ruhte die Baukastenproduktion, bei Kriegsende brannte der Betrieb aus. Danach ging es weiter, bis Kunststoff- und Metallbaukästen in den 1970er-Jahren Druck machten. 1978 verkaufte die Familie Korbuly die Firma an den Zeitungsherausgeber Kurt Falk, 1987 war Schluss. Seit 1997 gibt es Matador wieder: Michael und Claudia Tobias kauften die Markenrechte und setzen auf die schlichten Holzteile von früher. Den Namen leitete Korbuly übrigens von der Redewendung ab, jemand sei „ein Matador in seinem Fach“.

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Dutzende Modelle im zweiten Stock

Seit 2005 hat Matador im Museum eine eigene Dauerausstellung, gezeigt werden Schiffe, Seilbahnen, Lokomotiven und alte Auslagenmodelle der Firma. Laut Museum lassen sich Dutzende Modelle in Bewegung setzen, an einem Spieltisch dürfen Kinder, Eltern und Großeltern selbst bauen. Daneben stehen Anker-Steinbaukästen, Puppen, Blechspielzeug und Papiertheater.

Das Haus wird gerade saniert, das Erdgeschoß bleibt bis 2027 zu. Die Spielzeugausstellung im zweiten Stock ist offen, ebenso die Ladenzeile im ersten Stock und das Feuerwehrmuseum. Wie das Museum in der alten Kammgarnspinnerei entstanden ist, steht im Beitrag zum Tag der offenen Tür im Museum Traiskirchen.

Matador – Geschichten bauen

Wer am Feiertag zuerst auf den Friedhof geht: Die Termine der Gräbersegnungen stehen im Beitrag Allerheiligen im Bezirk Baden. Mehr für Kinder in den ersten Novembertagen findest du im Kinderprogramm Anfang November.

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Recherchiert anhand der Website des Museums Traiskirchen (Ankündigung, Sammlungen, Umbau, Besucherinformation) und des Wikipedia-Artikels zur Geschichte von Matador. Zuletzt geprüft am 26.10.2026. Gelesen und freigegeben am 27.10.2026 von leokobes.

Quellen (geprüft am 27.10.2026):
  1. Museum Traiskirchen: „Matador – Geschichten Bauen“, 7.10.2026
  2. Museum Traiskirchen: Unsere Sammlungen – Spielzeug, abgerufen 26.10.2026
  3. Museum Traiskirchen: Museums-Umbau, 10.8.2026
  4. Museum Traiskirchen: Ihr Besuch – Öffnungszeiten und Preise, abgerufen 26.10.2026
  5. Wikipedia: Matador (Spielzeug), abgerufen 26.10.2026
  6. Titelfoto: Karl Gruber, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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