Sanierungsoffensive 2027: was sie für Betriebe heißt

500 Millionen Euro stellt der Bund 2027 für Heizungstausch und thermische Sanierung bereit. Für Bau-, Installations- und Fensterbetriebe heißt das: neue Aufträge – aber auch Kundschaft, die pro Auftrag deutlich weniger Förderung bekommt als früher.
Vier Töpfe, 500 Millionen Euro
Laut Wirtschaftsministerium (BMWET) teilt sich das Budget 2027 auf vier Töpfe: 179 Millionen Euro für den Kesseltausch und 181 Millionen für thermisch-energetische Sanierungen vor allem im mehrgeschoßigen Wohnbau, beide aus dem Klimaministerium; dazu 90 Millionen aus dem Wirtschaftsministerium für Sanierungen von Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern und 50 Millionen für Sanierungen durch gemeinnützige Bauvereinigungen. Zusammen sind das 321 Millionen für Sanierungen und 179 Millionen für den Heizungstausch. Neu ist ein Bonus für Verschattung und Gebäudebegrünung.
Die Sanierungsförderungen stehen laut Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ab 4. Jänner 2027 zur Verfügung. Für den Heizungstausch kannst du dich mit Restmitteln aus 2026 schon ab 2. November registrieren – was du dafür brauchst, steht im Beitrag zur Kesseltausch-Förderung ab 2. November.
Aufträge für Bau, Installateure und Fensterbauer
Das Ministerium nennt die Gewerke ausdrücklich: Jede Sanierung bringe „dem Bauunternehmen, dem Installateur oder dem Fensterbauer einen Auftrag“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Angesetzt wird bei Dämmung, Fenstertausch und Heizungserneuerung. Bei thermischen Sanierungen bleiben laut Ministerium rund 90 Prozent der Wertschöpfung im Inland; die geförderten Investitionen sollen „nach Möglichkeit“ europäische Wertschöpfung stärken („Made in Europe“). Den Effekt beziffert das Ministerium mit 242.700 Tonnen CO₂ weniger und 2,1 Milliarden Euro Wertschöpfung pro Jahr.
Nichts mehr verpassen
Regionale Neuigkeiten, neue Betriebe und Veranstaltungen – kostenlos per E-Mail.
Mit der Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Abmeldung jederzeit möglich.
Die Wirtschaftskammer begrüßt das Paket. WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger sieht darin einen „wichtigen ersten Schritt“; profitieren würden „von Bau- und Installationsbetrieben über Fensterhersteller bis hin zu Baustoffhändlern“. Manfred Denk, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, spricht von einem Wachstumsimpuls „nach vielen Jahren mit sehr schwacher Baukonjunktur“. Zur Größe der Branche nennt das Ministerium für 2024 mehr als 43.000 Unternehmen und rund 305.000 unselbständig Beschäftigte im gesamten Bausektor.
Weniger Förderung pro Auftrag
Die Förderquote beim Kesseltausch sinkt weiter. In der vorigen Gesetzgebungsperiode lag sie laut Ministerium bei rund 75 Prozent, 2026 bei rund 30 Prozent, 2027 sollen es rund 20 Prozent sein. Das Ministerium nennt das „mehr Wirkung pro eingesetztem Euro Steuergeld“. Für einen Installateur heißt es auch: Den größeren Teil der Rechnung zahlt die Kundschaft selbst. Wie hoch die Förderung 2027 je Maßnahme ausfällt, steht erst in den Förderrichtlinien, die noch nicht veröffentlicht sind. Die Einreichverfahren sollen vereinheitlicht und die Angebote unter einem gemeinsamen Dach gebündelt werden.
Betriebe aus dem Bezirk findest du unter Handwerk im Bezirk Baden und Bauen, Planung und Sachverständige.
Sanierungsoffensive 2027
- 179 Mio. Euro Kesseltausch, 181 Mio. Sanierung Mehrgeschoßbau (BMLUK)
- 90 Mio. Euro Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser, 50 Mio. gemeinnützige Bauvereinigungen (BMWET)
- Kesseltausch-Förderquote: rund 75 % → 30 % (2026) → 20 % (2027)
- Heizungstausch ab 2.11.2026, Sanierung ab 4.1.2027 (laut WKÖ)
Mehr Baden für dich.
Dein nächster Lieblingsplatz wartet.
Neue Lokale entdecken, Ausflüge planen und wissen, was in Baden los ist – direkt in dein Postfach.
Kostenlos. Jederzeit abmeldbar. Bitte bestätige deine Anmeldung per E-Mail. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.
Baden entdecken. Jeden Tag.
Echte Einblicke, lokale Lieblingsplätze und Ideen für deine Freizeit.
@badenliefert
Auf Instagram entdeckenMehr aus unserer Redaktion
Recherchiert anhand der Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums, zweier Stellungnahmen der Wirtschaftskammer Österreich und einer Zählung im eigenen Verzeichnis, abgerufen am 18.10.2026.



