Heizungstausch: Förderung öffnet am 2. November wieder

Ab 2. November kann man sich wieder für die Bundesförderung zum Heizungstausch registrieren – bis längstens Jahresende. Ab Jänner folgt die Sanierungsoffensive 2027 mit 500 Millionen Euro. Was Hausbesitzer im Bezirk jetzt wissen sollten.
Die Bundesregierung hat am 15. Oktober das Förderpaket für 2027 vorgestellt. Davor öffnet laut Klimaministerium die Aktion „Kesseltausch“ noch einmal: mit Restmitteln aus stornierten und nicht umgesetzten Projekten, das Ministerium erwartet bis Jahresende rund 20 Millionen Euro. Wie lange das Geld reicht, steht nicht fest – Registrierungen sind laut Informationsblatt nur möglich, solange Budgetmittel vorhanden sind, längstens bis 31. Dezember 2026.
Wer jetzt einreichen kann
Die Neuauflage gilt für Privatpersonen mit Ein- oder Zweifamilienhaus oder Reihenhaus. Gefördert wird der Ersatz einer Öl-, Gas-, Kohle- oder Koksheizung oder eines Elektrospeicherofens durch Nah- oder Fernwärme, eine Holzzentralheizung oder eine Wärmepumpe. Ein Hauptwohnsitz am Standort ist laut Informationsblatt nicht nötig, eine Einkommensprüfung gibt es nicht, und die alte Heizung muss kein Mindestalter haben. Anerkannt werden Lieferungen und Leistungen ab 7. Oktober 2026 – wer seither getauscht hat, kann also noch einreichen. Alle noch vorhandenen fossilen Heizsysteme müssen stillgelegt werden.
Die Förderung ist eine Pauschale: höchstens 4.000 Euro für den Anschluss an Nah- oder Fernwärme, 5.000 Euro für eine Wärmepumpe und 6.000 Euro für eine Holzzentralheizung. Dazu kommen 2.500 Euro für eine gleichzeitig errichtete thermische Solaranlage und 5.000 Euro für eine Tiefenbohrung oder einen Brunnen bei Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Für bestimmte Luft-Wasser-Wärmepumpen und für Holzheizungen, die nur die älteren Grenzwerte einhalten, sinkt die Förderung um 20 Prozent.
Was man in Niederösterreich vorher braucht
Für die Registrierung ist ein Energieberatungsprotokoll des Bundeslandes nötig, das den Standort des Tauschs betrifft. In Niederösterreich ist das die Energieberatung NÖ; sie berät laut eigener Seite kostenlos, telefonisch unter 02742 22 144, Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr. Die Beratung kann auch am Telefon oder digital stattfinden. Registriert wird ausschließlich online auf sanierungsoffensive.gv.at mit der ID Austria. Danach bleiben neun Monate, um die Heizung fertig einzubauen, abzurechnen und den Antrag zu stellen.
Was 2027 kommt
Ab 4. Jänner 2027 können Anträge für die Sanierungsoffensive 2027 gestellt werden. Das Budget von 500 Millionen Euro teilt sich laut Ministerium so auf: 179 Millionen für den Kesseltausch, 181 Millionen für thermische Sanierungen vor allem im mehrgeschoßigen Wohnbau, 90 Millionen für Sanierungen von Ein- und Zweifamilien- sowie Reihenhäusern und 50 Millionen für gemeinnützige Bauvereinigungen. Neu ist ein Bonus für Verschattung und Gebäudebegrünung; einen Betrag dafür nennt das Ministerium noch nicht. Die endgültigen Förderbedingungen sollen im Dezember beschlossen werden. Laut der Kesseltausch-Seite bleibt die Förderhöhe 2027 unverändert.
Kesseltausch 2026 auf einen Blick
- Registrierung: ab 2. November bis längstens 31. Dezember 2026, solange Geld da ist
- Anerkannt: Leistungen ab 7. Oktober 2026
- Pauschale: Fernwärme 4.000 €, Wärmepumpe 5.000 €, Holzheizung 6.000 €
- Zuschläge: Solaranlage 2.500 €, Tiefenbohrung oder Brunnen 5.000 €
- Voraussetzung in NÖ: Protokoll der Energieberatung NÖ, Tel. 02742 22 144
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Recherchiert anhand der Aussendung von Klima- und Wirtschaftsministerium vom 15.10.2026, der Seite und des Informationsblatts der Sanierungsoffensive zum Kesseltausch und der Seite der Energieberatung NÖ. Beträge für Sanierungen und den neuen Verschattungsbonus 2027 waren noch nicht veröffentlicht.
- BMLUK: 500-Millionen-Euro-Booster für Klimamaßnahmen sowie Bau und Handwerk, 15.10.2026, abgerufen 16.10.2026
- Sanierungsoffensive: Kesseltausch 2026, Neuauflage Ein-/Zweifamilienhaus oder Reihenhaus, abgerufen 16.10.2026
- Sanierungsoffensive: Informationsblatt Neuauflage Kesseltausch 2026 (PDF), abgerufen 16.10.2026
- Energie- und Umweltagentur NÖ: Energieberatung, abgerufen 16.10.2026


