Durch die Grotten zum Tempel der Nacht

Redaktion badenliefert.at
Alte Ziegelmauer mit verwitterten Säulen und einem Rundbogen, darüber wachsen Sträucher und Bäume
Reste des Tempels der Nacht im Schlosspark Schönau, September 2019. Foto: Karl Gruber, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Mitten im Schlosspark von Schönau an der Triesting liegt der Tempel der Nacht, erreichbar nur durch unterirdische Grottengänge. Bis 20. Dezember gibt es acht öffentliche Führungen dorthin, die erste schon am Freitag, 30. Oktober.

Zwei Touren zur Auswahl

Die Sternentour beginnt beim Sterntor in der Kirchengasse 18 in Schönau. Sie führt durch den englischen Landschaftspark, am Schloss vorbei und durch ein unterirdisches Labyrinth zum Tempel, zurück geht es am Schwanenteich und am Schlossteich entlang. Rechne mit etwa eindreiviertel Stunden und rund zwei Kilometern. Erwachsene zahlen 25 Euro, Kinder bis 14 Jahre 12,50 Euro.

Die Löwentour startet beim Löwentor an der Triester Straße, das schon auf Gemeindegebiet von Günselsdorf liegt. Sie ist länger, etwa zweieinhalb Stunden und drei Kilometer, und führt auch auf den Tempelhügel, zum Jagdhaus und zum Schloss. Wenn dort keine geschlossene Veranstaltung läuft, gibt es einen Blick in den Festsaal und in den Weinkeller, in dem laut Schloss Kaiser Karl seinen 18. Geburtstag gefeiert hat. Erwachsene zahlen 35 Euro, Kinder bis 14 Jahre 17,50 Euro.

Kinder bis sechs Jahre gehen bei beiden Touren gratis mit.

Die Termine

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Was du vorher wissen solltest

Das Schloss rät zu bequemen Schuhen und Regenschutz. Wer mit engen, dunklen Gängen Probleme hat, sagt es dem Guide, er zeigt dann einen anderen Weg in den Tempel. Für die Löwentour gibt es Sitzplätze in einem Elektro-Golfcart, um 20 Euro und nur wenige pro Tour. Ein kurzes Stück zum Tempel geht man aber auch dann zu Fuß. Bei sehr wenigen Buchungen kann eine Führung abgesagt werden.

Ein Tempel der Freimaurer

Das heutige Schloss ließ laut Wikipedia ab 1796 Baron Peter von Braun errichten. Das Grottensystem rund um den Tempel der Nacht war ein Zeichen seiner Mitgliedschaft in einer Wiener Freimaurerloge und steht in enger Beziehung zur Zauberflöte. Erhalten sind Reste, sie stehen unter Denkmalschutz. Später gehörte das Anwesen unter anderem Jérôme Bonaparte, Kaiser Franz Joseph und Erzherzog Otto, der das Schloss umbauen ließ.

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Recherchiert anhand der Programmseite von Schloss Schönau und des Wikipedia-Artikels zum Schloss, abgerufen am 29.10.2026.

Quellen (geprüft am 29.10.2026):
  1. Schloss Schönau: Kultur und Programm, Führungen, abgerufen 29.10.2026
  2. Wikipedia: Schloss Schönau (Niederösterreich), abgerufen 29.10.2026
  3. Titelfoto: Karl Gruber, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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