Schönau: Gemeinde warnt vor falscher Amts-Mail
Die Gemeinde Schönau an der Triesting warnt vor einer E-Mail, die am Mittwoch im Namen ihrer Amtsleiterin verschickt wurde. „Wir wurden gehackt!“, schrieb das Gemeindeamt am 28. Oktober um 11:25 Uhr auf seiner Website. Die Nachricht soll auf keinen Fall geöffnet werden.
Was die Gemeinde mitteilt
Die Warnung ist kurz: Die E-Mail, die „gerade eben“ von der Amtsleiterin „verschickt“ worden sei, solle niemand öffnen. Das Wort „verschickt“ setzt die Gemeinde selbst in Anführungszeichen, denn laut ihrer Mitteilung wurde das Gemeindeamt gehackt. Die Computerfirma der Gemeinde arbeite mit Hochdruck daran.
Was in der E-Mail steht, ob sie einen Anhang oder einen Link enthält und wie viele Menschen sie bekommen haben, hat die Gemeinde nicht veröffentlicht. Eine Entwarnung stand am Donnerstagmorgen noch nicht auf der Gemeindeseite. Wer unsicher ist, ob eine Nachricht echt ist, fragt am besten telefonisch im Gemeindeamt Schönau an der Triesting nach, nicht per Antwort auf die verdächtige Mail.
Wenn die Mail schon offen ist
Gefährlich sind bei solchen Nachrichten vor allem Links, die zu gefälschten Anmeldeseiten führen, und Anhänge, die beim Öffnen Schadsoftware installieren können. Die Watchlist Internet nennt vor allem Dateien mit den Endungen .zip, .rar, .html, .exe und .pdf als verdächtig.
Wer einen solchen Anhang schon geöffnet hat, sollte laut Watchlist Internet so rasch wie möglich einen vollständigen Virenscan machen, am besten mit mehreren Programmen, und ihn nach ein paar Tagen wiederholen, weil sich manche Schadprogramme erst später einnisten. Im Zweifel gehört das Gerät zu Fachleuten. Erst wenn es sauber ist, wichtige Passwörter ändern, etwa für Onlinebanking, E-Mail und soziale Netzwerke.
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Wer auf einer verlinkten Seite Zugangsdaten eingegeben hat, ändert laut der Plattform Onlinesicherheit des Bundes sofort das Passwort. Bei Kontodaten oder Kreditkartennummern ist sofort die Bank zu verständigen. Danach lohnt ein Blick auf ungewöhnliche Kontobewegungen.
Anzeige und Hilfe
Eine Anzeige ist in jeder Polizeiinspektion möglich. Hilfe bei Betrug im Internet bieten laut Onlinesicherheit auch die Watchlist Internet, die Internet Ombudsstelle, die Arbeiterkammer und die Meldestelle gegen Internetkriminalität des Innenministeriums.
Betrüger versuchen es auch mit Nachrichten im Namen von Behörden: Im Oktober hat das Finanzministerium vor falschen SMS und E-Mails im Namen des Finanzamts gewarnt. Mehr zum Thema steht in der Rubrik Sicherheit.
Kurz gesagt
- E-Mail im Namen der Amtsleiterin von Schönau vom 28.10.2026: nicht öffnen, nicht antworten, löschen
- Anhang schon geöffnet: Virenscan, später wiederholen, danach Passwörter ändern
- Daten eingegeben: Passwort ändern, bei Bankdaten sofort die Bank anrufen
- Anzeige: jede Polizeiinspektion, im Notfall 133
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Mehr aus unserer Redaktion
Recherchiert anhand der Warnung der Gemeinde Schönau an der Triesting sowie der Ratgeber der Watchlist Internet und von Onlinesicherheit.gv.at, abgerufen am 29.10.2026.
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