Falsche Finanzamt-Nachrichten: Ministerium warnt

Geprüft von
Gebäude des Finanzamts Österreich, Dienststelle Waldviertel, in Gmünd: dreistöckiger heller Bau mit rotem Walmdach hinter herbstlichen Bäumen und einer Wiese
Symbolbild · Foto: Funke, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

SMS über eine angeblich ablaufende FinanzOnline-ID, Mails zu einer Steuerrückzahlung, Anrufe wegen einer drohenden Pfändung: Das Finanzministerium warnt erneut vor Betrügern, die sich als Finanzamt, Zollamt oder FinanzOnline ausgeben. Die Warnung gilt in ganz Österreich, also auch im Bezirk Baden.

Diese Maschen nennt das Ministerium

Laut der Aussendung des Finanzministeriums vom 18. Oktober kommen die Nachrichten per SMS, E-Mail, Messenger, Telefon und über soziale Netzwerke. Dazu kommen gefälschte Webseiten im Stil von FinanzOnline und gefälschte Bescheide. Die bekannten Vorwände:

Beim Klimabonus fällt der Schwindel schnell auf: Ab dem Jahr 2025 gibt es ihn nicht mehr, wie das Amtsportal oesterreich.gv.at festhält. Wer früher Anspruch hatte, kann ihn zwar noch bis Dezember 2027 rückwirkend geltend machen, aber nicht über einen Link in einer Mail.

Woran du echte Post vom Finanzamt erkennst

Das Ministerium ist hier eindeutig: Offizielle Schreiben kommen mit Amtssignatur per Post oder in die Databox von FinanzOnline. Die Finanzverwaltung fordert nie dazu auf, Passwörter, Kreditkarten- oder Kontodaten zu übermitteln. Ob ein Schriftstück mit Amtssignatur echt ist, lässt sich auf der Seite des Ministeriums überprüfen.

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Wer so eine Nachricht bekommt, folgt den Anweisungen nicht, gibt keine Daten preis, öffnet keine Links und Anhänge, löscht die Nachricht und legt bei solchen Anrufen sofort auf. Im Zweifel selbst zurückrufen, aber nur unter einer Nummer, die du dir selbst herausgesucht hast. Das Finanzamt Österreich nennt auf der Seite des Ministeriums die Hotline für Privatpersonen, 050 233 233, und für Unternehmen 050 233 333.

Auch Betriebe im Bezirk sind Ziel

Die Warnung richtet sich ausdrücklich auch an Unternehmen. Wie Betrüger Betriebe im Bezirk sonst noch anrufen, steht in unserem Beitrag über den Betrug mit angeblichen Brancheneinträgen. Was die Polizei im Bezirk zuletzt gemeldet hat, fasst die Monatsinfo der Polizei für den Bezirk Baden zusammen.

Eine ähnliche Masche lief Anfang Oktober mit falschen SMS zur ID Austria. Gesammelte Beispiele der aktuellen Fälschungen zeigt die Watchlist Internet auf einer eigenen Seite zum Finanzministerium. Wer lieber vor Ort darüber redet: In Traiskirchen lädt die Stadtgemeinde am 30. Oktober um 14 Uhr zum Aktiv-Café „Gemeinsam sicher in den besten Jahren“ in den Arkadiaweg 1.

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Recherchiert anhand der Aussendung des Finanzministeriums vom 18.10.2026, der Seiten des Ministeriums zu Finanzamt und Amtssignatur, des Amtsportals oesterreich.gv.at und der Watchlist Internet, abgerufen am 19.10.2026. Gelesen und freigegeben am 19.10.2026 von leokobes.

Quellen (geprüft am 19.10.2026):
  1. Bundesministerium für Finanzen: Warnung vor betrügerischen Nachrichten, Fake-Anrufen und gefälschten Webseiten, 18.10.2026
  2. Bundesministerium für Finanzen: Finanzamt Österreich, Hotlines, abgerufen 19.10.2026
  3. Bundesministerium für Finanzen: Amtssignatur, abgerufen 19.10.2026
  4. oesterreich.gv.at: Klimabonus, abgerufen 19.10.2026
  5. Watchlist Internet: Warnungen zum Finanzministerium, abgerufen 19.10.2026

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