Tag des Sekts: Was Sekt Austria auf dem Etikett heißt
Am 22. Oktober ist Tag des Sekt Austria. Das Österreichische Sektkomitee rückt damit den Sekt in den Mittelpunkt, der zur Gänze aus Österreich stammt. Woran man ihn erkennt, was die drei Stufen auf dem Etikett bedeuten und warum die Geschichte des österreichischen Sekts in Bad Vöslau beginnt.
Woran du österreichischen Sekt erkennst
„Sekt Austria“ darf laut Sektkomitee nur auf Sekt stehen, der zu 100 Prozent aus Österreich stammt, von der Traube bis zur fertigen Flasche. Das sichtbare Zeichen ist eine rot-weiß-rote Banderole am Flaschenkopf. Sie gibt es nur, wenn das Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt die Verkehrsfähigkeit per Bescheid festgestellt hat. Neben der Analyse prüft eine eigene Verkosterkommission den Sekt auch geschmacklich.
Seit Ende Jänner 2022 ist „Sekt Austria“ per Verordnung als geschützte Ursprungsbezeichnung verankert. Es gibt drei Stufen, die sich vor allem in Herkunft, Herstellung und Lagerzeit unterscheiden.
Die drei Stufen auf dem Etikett
Sekt Austria verlangt Trauben aus einem einzigen Bundesland, eine genauere Herkunft darf nicht draufstehen. Alle Herstellungsmethoden sind erlaubt, der Sekt muss mindestens neun Monate auf der Hefe in der Flasche reifen oder sechs Monate im Tank.
Sekt Austria Reserve muss nach der traditionellen Flaschengärung hergestellt werden, mit Handlese, Ganztraubenpressung und mindestens 18 Monaten auf der Hefe. Erlaubt sind nur die trockenen Geschmacksstufen brut, extra brut und brut nature. Eine Gemeinde darf auf dem Etikett stehen.
Sekt Austria Große Reserve kommt aus einer einzigen Gemeinde, die verpflichtend genannt wird, auch eine Riede ist erlaubt. Hier sind mindestens 36 Monate auf der Hefe vorgeschrieben. Die Trauben müssen zu mindestens 85 Prozent aus der angegebenen Gemeinde stammen.
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Der „Sparkling Vöslauer“
Die Sektkellerei Schlumberger hat ihre Wurzeln im Bezirk. Robert Alwin Schlumberger, der zuvor in Reims bei der Champagnerkellerei Ruinart bis zum Kellermeister aufgestiegen war, gründete 1842 sein Haus. Laut Firmengeschichte pachtete er in Bad Vöslau Weingärten am Goldeck im Maital. Sein „Sparkling Vöslauer“ kam bei der Weltausstellung 1862 in London auf die Weinkarte der Königin. 1878 wurde Schlumberger als „Edler von Goldeck“ geadelt, benannt nach der Vöslauer Lage. Mehr zum Betrieb steht im Eintrag zur Sektkellerei Schlumberger, deren Kellerwelten heute in Wien-Döbling liegen.
Laut Sektkomitee hat Schlumberger den Tag des Sekt Austria 2009 ins Leben gerufen. Rund um den 22. Oktober öffnen Sekthersteller ihre Keller, heuer von 16. bis 24. Oktober. Im Programm, das das Komitee auf seiner Website sammelt, stand am 21. Oktober allerdings kein Betrieb aus dem Bezirk Baden. Wer im Bezirk lieber Wein verkostet: In Bad Vöslau lädt am 24. Oktober der Jungweinabend „Vom Most zum Wein“ ein.
Sekt Austria auf einen Blick
- Tag des Sekt Austria: jedes Jahr am 22. Oktober
- Erkennungszeichen: rot-weiß-rote Banderole am Flaschenkopf
- Sekt Austria: ein Bundesland, mind. 9 Monate auf der Hefe (Flasche)
- Reserve: Flaschengärung, mind. 18 Monate, Gemeinde erlaubt
- Große Reserve: eine Gemeinde, mind. 36 Monate
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Recherchiert anhand der Seiten des Österreichischen Sektkomitees (Sekt Austria) zum Aktionstag, zum Programm und zu den Qualitätsstufen sowie der Firmengeschichte von Schlumberger, abgerufen am 21.10.2026. Gelesen und freigegeben am 21.10.2026 von leokobes.
- Sekt Austria: Tag des Sekt Austria – Österreich feiert das Prickeln im Glas, 22.10.2026, abgerufen 21.10.2026
- Sekt Austria: Programm zum Tag des Sekt Austria 2026, abgerufen 21.10.2026
- Sekt Austria: Die Sekt Austria-Pyramide, abgerufen 21.10.2026
- Schlumberger: Geschichte, abgerufen 21.10.2026
- Titelfoto: Gryffindor, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
