Bier wird für Wirte teurer: Brau Union erhöht ab Dezember

Die Brau Union erhöht ihre Preise ab 1. Dezember 2026 um 2,9 Prozent, für Handelsketten und Gastronomie. Ob das Krügerl beim Wirt in Baden deshalb teurer wird, ist damit noch nicht gesagt: Das entscheidet jeder Betrieb selbst.
Was bekannt ist
Die Brau Union gehört zum Heineken-Konzern. Zu ihr gehören Marken, die du in vielen Lokalen im Bezirk gezapft bekommst: Gösser, Zipfer, Kaiser, Wieselburger, Puntigamer, Schwechater und Schladminger. Die neuen Preise gelten ab 1. Dezember, berichtet der ORF Oberösterreich. Schon im Dezember des Vorjahres hatte die Brau Union um 3,2 Prozent erhöht.
Als Gründe nennt Brau-Union-Manager Simon Steyrl gestiegene Kosten „insbesondere bei Lohn- und Gehaltskosten, beim Transport, den Rohstoffen und Verpackungsmaterialien“. Man könne „nicht sämtliche Mehrkosten kompensieren“.
Einkaufspreis ist nicht Kartenpreis
Die 2,9 Prozent zahlen zunächst die Wirte und die Supermärkte. Was davon bei dir ankommt, hängt an ihnen. Ein Wirt kann die Erhöhung weitergeben, sie mit anderen Kosten zusammen in eine neue Karte packen oder vorerst gar nichts ändern. Im Supermarkt spielen außerdem die Aktionen eine Rolle. Viele Ketten werben mit hohen Rabatten auf Bierkisten, schreibt der ORF.
Online kursiert die Zahl „bis zu 30 Cent mehr“ fürs Krügerl. Das stammt aus einem Bericht von „Heute“ über einen Gasthof in Kirchberg bei Mattighofen in Oberösterreich. Es ist die Einschätzung eines einzelnen Wirts, keine Vorgabe und keine Ankündigung für Baden. Wie die Badener Lokale reagieren, wissen wir noch nicht.
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Bier aus der Gegend
Nicht jedes Bier im Bezirk kommt von der Brau Union. In Pottenstein braut Poidl Bräu unfiltrierte Biere und öffnet ein paar Mal im Jahr einen Bierheurigen. In Pfaffstätten füllt BAECKERT's Brauerei naturtrübe Biere von Hand ab. Ob die kleinen Brauereien ihre Preise ändern, haben sie bisher nicht gesagt. Günstiger als ein Industriebier sind sie damit nicht automatisch.
Wie sich die Preise insgesamt entwickeln, zeigt unsere Seite zu den Verbraucherpreisen mit dem aktuellen Verbraucherpreisindex. Zuletzt waren vor allem Heizöl und Treibstoff Thema, mehr dazu in Inflation im September.
Gut zu wissen
- Die Erhöhung gilt ab 1. Dezember 2026 und betrifft den Preis, den Handel und Gastronomie zahlen.
- Der Preis auf der Getränkekarte legt jeder Betrieb selbst fest.
- Du bist Wirt im Bezirk und änderst deine Preise, oder eben nicht? Schreib uns, wir ergänzen den Beitrag.
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Nach einer Meldung des ORF Oberösterreich vom 28.10.2026. Reaktionen Badener Betriebe liegen noch nicht vor.

