EU-Agrarpolitik ab 2028: Einigung, Budget offen
Wie die EU ihre Bäuerinnen und Bauern ab 2028 fördert, ist einen Schritt weiter: Die Agrarministerinnen und -minister haben sich spätnachts am 26. Oktober in Luxemburg einstimmig auf eine gemeinsame Position geeinigt. Die wichtigste Frage bleibt aber offen, nämlich wie viel Geld es gibt.
Die Gemeinsame Agrarpolitik, kurz GAP, ist einer der größten Posten im EU-Haushalt, laut Wikipedia rund 40 Prozent. Sie ruht auf zwei Säulen: Direktzahlungen an Landwirtinnen und Landwirte sowie Regeln für die Agrarmärkte auf der einen Seite, Programme für den ländlichen Raum auf der anderen. Die Regeln werden meist für sieben Jahre festgelegt. Jetzt geht es um die Periode 2028 bis 2034, bis dahin gelten die bisherigen.
Was in der Einigung steht
Laut Landwirtschaftsministerium hat Österreich mehrere Anliegen in der Ratsposition verankert: eine einfache Abwicklung der Direktzahlungen, das Agrarumweltprogramm ÖPUL und die Förderung der Bergbauern. Dazu kommen mehr Spielraum für die Mitgliedstaaten bei den Direktzahlungen, ein Starterpaket für junge Menschen, die einen Hof übernehmen, Maßnahmen, damit Betriebe besser mit Wasserknappheit umgehen können, ein weiterer Ausbau der Biolandwirtschaft und Geld für die Modernisierung der Betriebe.
„Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen Einkommensstabilität und Klarheit bei der Ausrichtung unserer Lebensmittelproduktion für die Zukunft“, sagt Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.
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Das Budget ist noch offen
Über das Geld wird nicht bei den Agrarministern entschieden, sondern bei den Verhandlungen zum nächsten mehrjährigen EU-Haushalt für 2028 bis 2034, auf Ebene der Staats- und Regierungschefs. Österreich verlangt, dass die Landwirtschaft mindestens so viel bekommt wie bisher. „Mein Ziel bleibt: keine Kürzungen zulasten unserer Bäuerinnen und Bauern“, so Totschnig.
Als Nächstes muss das Europäische Parlament seine Position festlegen. Danach verhandeln Rat, Parlament und Kommission im sogenannten Trilog über den endgültigen Text.
Warum das den Bezirk betrifft
Durch den Bezirk Baden zieht sich das Weinbaugebiet Thermenregion. Es reicht von Perchtoldsdorf über Mödling und Baden bis nach Wiener Neustadt und umfasst rund 2.500 Hektar Rebfläche. Was die neue GAP für einzelne Wein- und Ackerbaubetriebe hier bedeutet, lässt sich erst sagen, wenn Regeln und Budget feststehen.
Wie viele Frauen inzwischen Höfe übernehmen, zeigte zuletzt die Bäuerinnen-Studie 2026. Die Heurigen der Region stehen im Heurigenkalender, etwa in den Weinorten rund um Pfaffstätten.
GAP ab 2028: der Stand
- Einigung der EU-Agrarminister: 26. Oktober 2026 (spätnachts), einstimmig
- Gilt für: Gemeinsame Agrarpolitik 2028 bis 2034
- Offen: Budget, entschieden im EU-Haushalt 2028–2034
- Nächste Schritte: Position des EU-Parlaments, dann Trilog
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Recherchiert anhand der Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums vom 27.10.2026 sowie der Wikipedia-Artikel zur Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Thermenregion.