PV-Förderung: letzter Call überzeichnet

Redaktion badenliefert.at
Ein zweistöckiges Gemeindeamt mit dunklen Solarmodulen auf dem ganzen Dach, davor ein Parkplatz mit Auto und ein roter Sonnenschirm
Symbolbild: Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeindeamts Fresach in Kärnten, 2023. Foto: Naturpuur, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Wer im Oktober um Förderung für eine Photovoltaikanlage angesucht hat, braucht Geduld und etwas Glück: Der dritte und letzte Fördercall nach dem bisherigen System ist deutlich überzeichnet. Danach soll es für kleine Anlagen gar keine Investitionsförderung mehr geben, sondern einen Bonus für Speicher.

Zwischen 8. und 22. Oktober sind laut Wirtschaftsministerium österreichweit 41.322 Anträge eingegangen, mit einem beantragten Fördervolumen von rund 192 Millionen Euro. Die meisten betreffen kleine Anlagen: 19.310 Anträge für Anlagen bis 10 Kilowatt-Peak, weitere 16.945 für Anlagen zwischen 10 und 20 Kilowatt-Peak. Zusammen sind das rund 88 Prozent.

Was mit den eingereichten Anträgen passiert

In den kommenden Wochen prüft die Abwicklungsstelle OeMAG die Anträge auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Vergeben wird nach den Förderbedingungen und Reihungskriterien des Calls. Überzeichnet heißt: Es wurde mehr beantragt, als vergeben werden kann. Nicht jeder Antrag kommt also zum Zug.

Gefördert wurden in den drei Calls des Jahres 2026 laut Bundesportal oesterreich.gv.at gleich hohe Sätze: 150 Euro je Kilowatt-Peak für Anlagen bis 10 kWp, 140 Euro bis 20 kWp und höchstens 130 beziehungsweise 120 Euro für größere Anlagen. Für Speicher gab es 150 Euro je Kilowattstunde, aber nur zusammen mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage. Wer Bauteile aus Europa verwendet, konnte einen Made-in-Europe-Bonus beantragen. Bei Wechselrichtern taten das laut Ministerium rund 45 Prozent der Anträge, bei Speichern 22 und bei Modulen 16 Prozent.

Speicherbonus statt Förderung für kleine Anlagen

Begründet wird der Umbau mit den Kosten: PV-Anlagen seien in den vergangenen zehn Jahren um rund 90 Prozent billiger geworden, sagt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Kleine Anlagen bräuchten daher keine eigene Investitionsförderung mehr. Künftig sollen gezielt Speicher gefördert werden, damit Haushalte mehr von ihrem Sonnenstrom selbst nutzen und das Stromnetz entlastet wird.

Nichts mehr verpassen

Regionale Neuigkeiten, neue Betriebe und Veranstaltungen – kostenlos per E-Mail.

Mit der Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Abmeldung jederzeit möglich.

Geplant ist ein Speichersystembonus, sowohl für neue Speicher als auch für das Nachrüsten bestehender PV-Anlagen. Voraussetzung soll ein intelligentes Energiemanagementsystem sein, das den Speicher so steuert, dass er auch dem Netz nützt. Statt kurzer Einreichfenster, in denen vor allem zählt, wer schnell ist, soll man laufend einreichen können.

Wichtig für alle, die gerade einen Speicher planen: Beschlossen ist das noch nicht. Die Gesetzestexte sind laut Ministerium in politischer Abstimmung, für die Umsetzung braucht es eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat. Wer im dritten Call mit einem Speicher nicht zum Zug kommt, soll im neuen System wieder einreichen können, sofern die Anlage ab 1. November 2026 in Betrieb geht. Auch das ist bisher eine Absicht des Ministeriums und noch keine Regel.

Der dritte PV-Fördercall 2026 in Zahlen

Wer Sonnenstrom nicht nur selbst verbrauchen, sondern mit den Nachbarn teilen will, kann sich eine Energiegemeinschaft ansehen. Wie das funktioniert, stand bei unserem Bericht zum Infoabend in Leobersdorf. Vorsicht ist bei Angeboten an der Haustür angebracht, die eine kostenlose Prüfung der Stromrechnung versprechen, siehe Energiecheck an der Haustür in Vösendorf. Bei Stromausfällen hilft die neue Störungsnummer der Netz NÖ.

Mehr Baden für dich.

Schanigarten des Batzenhäusl am Theaterplatz in Baden bei Nacht: weiße Sonnenschirme, Pflanztröge und besetzte Tische vor dem beleuchteten Lokal

Dein nächster Lieblingsplatz wartet.

Neue Lokale entdecken, Ausflüge planen und wissen, was in Baden los ist – direkt in dein Postfach.

Kostenlos. Jederzeit abmeldbar. Bitte bestätige deine Anmeldung per E-Mail. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.

Das Café Central am Hauptplatz in Baden in der Abenddämmerung: zweistöckige Fassade mit goldenem Schriftzug und Lichterketten über der Front
Gastgarten der Osteria Anima in der Dämmerung: eine lange gedeckte Tafel mit weißer Decke, darüber Lichterketten, rechts ein Olivenbaum im Topf
Große Hinweistafel am Rand eines Weingartens mit dem Schriftzug „Schlumberger“, darunter „seit 1842“ und „Méthode traditionnelle“

Baden entdecken. Jeden Tag.

Echte Einblicke, lokale Lieblingsplätze und Ideen für deine Freizeit.

@badenliefert

Auf Instagram entdecken

Weiterlesen & entdecken

Mehr aus unserer Redaktion

Alle Beiträge zu Lokale Wirtschaft →

So entstand dieser Beitrag Wie wir arbeiten →

Recherchiert anhand der Mitteilung des Wirtschaftsministeriums vom 24.10.2026 und der Förderübersicht auf oesterreich.gv.at, abgerufen am 28.10.2026.

Quellen (geprüft am 28.10.2026):
  1. Wirtschaftsministerium (BMWET): Zehetner zu PV-Fördercall, 24.10.2026
  2. oesterreich.gv.at: Photovoltaik-Förderaktionen, Fördersätze 2026, abgerufen 28.10.2026
  3. Titelfoto: Naturpuur, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

← Zurück zu Aktuelles aus Baden · Alle Meldungen