Wie viele Autos in Baden zugelassen sind

Redaktion badenliefert.at
Symbolbild: parkende Autos in einer Reihe entlang einer Wohnstraße mit herbstlichen Bäumen
Symbolbild, erstellt mit KI (gpt-image-2.5-flare), Byte Media GmbH

In Baden waren Ende 2024 genau 14.317 Personenkraftwagen zugelassen, im ganzen Bezirk 95.350. Die Zahlen stammen aus dem Kfz-Bestand der Statistik Austria. Interessant ist weniger die Zahl selbst als das, was sich darunter verschoben hat – und was sie ausdrücklich nicht aussagt.

Die Zahlen für die Stadt

Für die Stadtgemeinde Baden liegen drei Stützjahre vor: 2014, 2019 und 2024. Eine durchgehende Jahresreihe gibt es nicht, Vergleiche sind also immer Fünfjahressprünge.

Zugelassene Pkw in Baden201420192024
insgesamt14.18814.51014.317
auf Private12.36112.46412.180
auf Firmen1.8272.0462.137

Der Gesamtbestand ist zwischen 2019 und 2024 um 193 Fahrzeuge gesunken – ein Rückgang von gut einem Prozent, während die Einwohnerzahl im selben Zeitraum nicht gefallen ist. Dahinter stecken zwei gegenläufige Bewegungen: Private meldeten 284 Autos weniger an, Firmen 91 mehr.

Im ganzen Bezirk geht es dagegen aufwärts

Was für die Stadt gilt, gilt nicht für den Bezirk. Dort wächst der Bestand weiter:

Bezirk Baden, Stichtag 31.12.2022202320242025
Pkw93.62494.24295.35096.425
Kfz insgesamt122.827124.055126.021127.783

In drei Jahren kamen 2.801 Pkw dazu. Für den Bezirk liegen die Zahlen bereits bis Ende 2025 vor, für die Stadt nur bis Ende 2024 – die beiden Stände gehören deshalb nicht in einen Satz.

Beim Antrieb ist der Umbruch deutlich

Antrieb (Stadt Baden)201420192024
Benzin7.0847.4527.156
Diesel7.0076.7605.556
Hybrid451791.098
Elektro1586485
Erdgas1396
Wasserstoff001
Sonstige242415

Der Diesel hat seit 2019 um 1.204 Fahrzeuge verloren – mehr als jeder sechste ist verschwunden. Benzin blieb nahezu konstant. Gewachsen ist dafür alles mit Stecker oder Batterie: Hybride versechsfachten sich beinahe, Elektroautos stiegen von 86 auf 485.

Zusammen kommen Elektro und Hybrid 2024 auf 1.583 Fahrzeuge. Das sind 11,1 Prozent aller in Baden zugelassenen Pkw (eigene Berechnung; Nenner ist der Gesamtbestand von 14.317). Zehn Jahre davor waren es 60 Fahrzeuge. Ein Wasserstoffauto gibt es seit 2024 übrigens auch – genau eines.

Nein, Baden ist keine Leasing-Gemeinde

Bei Gemeindevergleichen zum Autobestand lauert eine Falle: In manchen Orten sitzen Leasing- und Flottenfirmen, die Tausende Fahrzeuge auf ihre Adresse melden. Die Statistik zeigt dann ein Autoparadies, wo in Wirklichkeit ein Gewerbegebiet steht.

Für Baden trifft das nicht zu. Der Firmenanteil liegt bei 14,9 Prozent und damit praktisch genau im österreichischen Schnitt: Bundesweit sind 84,9 Prozent aller Pkw auf private Halter gemeldet, also 15,1 Prozent nicht. Im Bezirk Baden liegt der Anteil mit 11,0 Prozent sogar darunter.

Wie eine echte Verzerrung aussieht, zeigt der Nachbarbezirk: In Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) sind von 10.273 zugelassenen Pkw 5.204 auf Firmen gemeldet – 50,7 Prozent. Dort gibt es mehr Autos als Einwohner. In Baden ist etwa jedes siebte Auto ein Firmenauto, in Wiener Neudorf jedes zweite.

Autos je 1.000 Einwohner – mit drei Vorbehalten

Statistik Austria weist den Motorisierungsgrad nur für Bundesländer und Statutarstädte aus. Baden ist keine Statutarstadt, also gibt es keinen amtlichen Wert. Rechnen lässt er sich trotzdem, weil die Stichtage diesmal zusammenpassen: 14.317 Pkw am 31. Dezember 2024, 25.931 Hauptwohnsitze am 1. Jänner 2025 – derselbe Zeitpunkt.

Daraus ergeben sich rund 552 Pkw je 1.000 Einwohner (eigene Berechnung). Zum Vergleich die amtlichen Werte für denselben Stichtag: Österreich 568,8, Niederösterreich 662,4. Baden liegt also unter dem Bundesschnitt und deutlich unter dem Landesschnitt – was für eine Stadt mit Bahnanschluss, Straßenbahn nach Wien und kurzen Wegen plausibel ist.

Drei Dinge gehören dazugesagt:

Was die Zahl nicht sagt

Ein zugelassenes Auto ist kein gefahrener Kilometer. Der Bestand sagt, wie viele Fahrzeuge auf eine Adresse in Baden gemeldet sind. Er sagt nichts darüber, wie oft sie bewegt werden, wie weit, oder ob jemand lieber mit der Badner Bahn fährt. Wer aus dem Bestand auf die tägliche Verkehrsmittelwahl schließt, schließt falsch.

Der Zulassungsort ist nicht der Einsatzort. Das gilt besonders bei Firmenfahrzeugen: Ein Auto, das in Baden gemeldet ist, kann anderswo stehen – und umgekehrt.

Was man stattdessen sagen kann

Belastbar ist die Richtung: Der Pkw-Bestand in der Stadt Baden wächst seit 2019 nicht mehr, er schrumpft leicht – im Bezirk dagegen steigt er weiter. Private melden in der Stadt weniger Autos an, Firmen mehr. Und der Antrieb verändert sich schneller als die Stückzahl.

Für Baden ist das nicht nebensächlich. Die Klimabilanz der Stadt weist Mobilität als größten Posten aus – und wie diese Zahl zustande kommt, haben wir an anderer Stelle auseinandergenommen: Das Modell rechnet Wege dem Zielort zu. Der Fahrzeugbestand misst etwas ganz anderes als die Emissionsbilanz. Beide Zahlen gehören nebeneinander, nicht ineinander.

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So entstand dieser Beitrag

Grundlage ist der Kfz-Bestand der Statistik Austria für die Gemeindekennziffer 30604 und den Bezirk Baden sowie die Bevölkerungsstatistik zu Jahresbeginn. Die Gemeindewerte wurden gegen die amtlichen Bezirks- und Landessummen gegengeprüft; sie stimmen exakt. Prozentwerte und der Motorisierungsgrad sind eigene Berechnungen aus Werten desselben Stichtags und sind als solche gekennzeichnet. Der Text ist maschinell aus den unten genannten Quellen entstanden und von der Redaktion noch nicht nachgelesen.

Quellen (geprüft am 04.10.2026):
  1. Statistik Austria: Kfz-Bestand
  2. Statistik Austria: Bevölkerung zu Jahresbeginn nach Gebietseinheiten
  3. VCÖ, 15.12.2022: Große Unterschiede zwischen Österreichs Gemeinden bei Pkw-Dichte
  4. Klimadashboard Österreich: Region Baden
  5. Stadtgemeinde Baden: Baden in Zahlen

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