Molkerei-Fusion in Salzburg: Wo die NÖM aus Baden steht

Redaktion badenliefert.at
Hallen und Milchtanks der NÖM-Molkerei in Baden, davor eine grüne Wiese, dahinter bewaldete Hügel
NÖM-Hauptsitz in Baden, Ansicht von Südosten, 2016; Ausschnitt. Foto: Braveheart, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

SalzburgMilch und Pinzgau Milch sind ein Unternehmen: Mit der Eintragung ins Firmenbuch ist die Fusion abgeschlossen, das hat SalzburgMilch am 2. November 2026 bekanntgegeben. Der gemeinsame Betrieb heißt SalzburgMilch. Die NÖM aus Baden ist daran nicht beteiligt. Wo sie im Vergleich steht, hängt aber davon ab, was man misst.

Was in Salzburg passiert ist

Die Generalversammlungen beider Molkereien haben im Juni 2026 zugestimmt, mit dem Firmenbucheintrag ist der Zusammenschluss jetzt rechtswirksam. 90 Prozent gehören der Salzburger Alpenmilch Genossenschaft, also den liefernden Bauernfamilien. Die übrigen 10 Prozent hält die HMP Immobilien Holding von Hans Michel Piëch, laut ORF Aufsichtsrat bei Porsche. Geschäftsführer bleiben Andreas Gasteiger und Sebastian Mösl.

Laut Unternehmen beschäftigt SalzburgMilch rund 750 Menschen an vier Standorten: Salzburg-Itzling, Lamprechtshausen, Maishofen und Kössen in Tirol. Alle vier sollen bleiben. Rund 3.200 Bauernhöfe liefern Milch. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit rund 459 Millionen Kilogramm verarbeiteter Milch, davon rund 266 Millionen Kilogramm Spezialmilch wie Heu- oder Biomilch. Zuletzt hat SalzburgMilch außerdem den insolventen Salzburger Schlagobers-Spezialisten Qimiq übernommen.

„Nummer drei“ – gemessen woran?

SalzburgMilch nennt sich jetzt die Nummer drei unter Österreichs Molkereien. In der Aussendung steht das direkt beim Umsatz: rechnerisch rund 526 Millionen Euro für 2025, also beide Betriebe zusammengezählt, mit einer Exportquote von etwa 39 Prozent. Laut OÖ Nachrichten liegt Berglandmilch aus Wels vorne, die NÖM auf Platz zwei.

Nach Umsatz geht diese Reihung auf, die Zahlen stammen jeweils von den Unternehmen selbst:

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Bei der Milchmenge ist der Abstand zwischen Platz zwei und drei viel kleiner. In einer Aussendung vom Mai 2025 nennt die NÖM rund 450 Millionen Kilogramm Rohmilch im Jahr, SalzburgMilch erwartet für 2026 rund 459 Millionen. Die Zahlen stammen aus verschiedenen Jahren und lassen sich deshalb nicht direkt gegeneinander aufrechnen.

Die NÖM in Baden

Die NÖM hat ihren Sitz und ihre Produktion in der Vöslauer Straße in Baden. Laut eigener Website beschäftigt sie rund 1.000 Menschen in ganz Österreich und verarbeitet die Milch von rund 2.200 Vertragsbauern. Die Exportquote gibt sie mit 65 Prozent an. Wie viele Beschäftigte in Baden arbeiten, sagt das Unternehmen nicht. Mehr zu Zahlen, Lehrberufen und Kontakt steht auf der Seite der NÖM AG.

Gewachsen ist auch die NÖM: Im Mai 2025 haben die Mitglieder der Vorarlberg Milch mit 96,47 Prozent einem Plan zugestimmt: Ihre Molkerei in Feldkirch soll Teil der NÖM werden, die Genossenschaft sich mit 3 Prozent an der NÖM beteiligen. Unter den aktuellen Stellen der NÖM ist auch eine in Feldkirch.

Was die Salzburger Fusion für die NÖM, für Milchbauern in Niederösterreich oder für die Preise im Regal bedeutet, sagt keine der Meldungen. Konkret ist dagegen, was die NÖM in Baden gerade sucht: Derzeit sind neun Stellen am Standort Baden ausgeschrieben, von Elektrik und Instandhaltung über die Leitwarte bis zum Marketing. Dazu kommt eine Lehrstelle mit Beginn am 1. September 2027.

Mehr Meldungen aus Betrieben im Bezirk findest du unter Lokale Wirtschaft. Wer Milchprodukte direkt aus der Gegend sucht, findet sie unter Milchprodukte.

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Quellen (geprüft am 02.11.2026):
  1. SalzburgMilch, OTS0057: Aus zwei wird eins – SalzburgMilch Fusion erfolgreich abgeschlossen (2.11.2026, abgerufen 2.11.2026)
  2. salzburg.ORF.at: SalzburgMilch nun drittgrößte Molkerei Österreichs (2.11.2026, abgerufen 2.11.2026)
  3. OÖ Nachrichten: Fusion fix – Österreichs drittgrößte Molkerei entsteht (2.11.2026, abgerufen 2.11.2026)
  4. Salzburg24: SalzburgMilch und Pinzgau Milch steigen zur Nummer 3 Österreichs auf (2.11.2026, abgerufen 2.11.2026)
  5. NÖM AG: Zahlen & Fakten (abgerufen 2.11.2026)
  6. Vorarlberg Milch, OTS0155: Genossenschaftsmitglieder befürworten Zukunftsplan (26.5.2025, abgerufen 2.11.2026)
  7. Leadersnet: Interview mit Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer (4.3.2026, abgerufen 2.11.2026)
  8. Titelfoto: Braveheart, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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