A2 bei Zöbern: Lkw-Lenker stirbt, Sperre Richtung Wien
Aktualisiert am 2.11.: Feuerwehr Aspang, Ladung des ersten Lkw und Teilfreigabe eines Fahrstreifens ergänzt.
Auf der Südautobahn bei Zöbern im Bezirk Neunkirchen ist am Montagvormittag, 2. November 2026, ein Lkw-Lenker ums Leben gekommen. Die A2 war danach Richtung Wien zwischen Pinggau und Krumbach gesperrt. Der Unfall passierte nicht im Bezirk Baden, betraf aber alle, die an diesem Tag aus der Steiermark Richtung Baden oder Wien unterwegs waren.
Sattelzug fährt auf Lkw auf
Laut ORF Niederösterreich krachte es gegen 10.45 Uhr, nach MeinBezirk im Baustellenbereich bei Straßenkilometer 77,4 zwischen Zöbern und Krumbach. Der 47-jährige Lenker eines Lkw aus dem Bezirk Güssing, laut ORF mit Betonelementen beladen, nahm an seiner Zugmaschine den Aufprall eines größeren Gegenstands wahr und bremste ab. Wenige Sekunden später fuhr ein nachfolgender Sattelzug auf.
Dessen Lenker, ein 63-Jähriger aus dem Bezirk Amstetten, wurde im Fahrzeug eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle. Der 47-Jährige wurde laut Rotem Kreuz leicht verletzt. Weil die Einsatzfahrzeuge im Stau nur schwer zur Unfallstelle kamen, wurde der Notarzthubschrauber Christophorus 3 angefordert, er brachte den Mann ins Klinikum Wiener Neustadt. Was genau den Aufprall am ersten Lkw ausgelöst hat, ist nicht geklärt. Die Polizei ermittelt.
Sperre zwischen Pinggau und Krumbach
Einer der Lkw verlor laut ASFINAG eine größere Menge Futtermittel, für die Bergung mussten Teile der Leitschiene entfernt werden. Die Richtungsfahrbahn Wien blieb deshalb über Stunden gesperrt. Zunächst war von einer Freigabe gegen 16 Uhr die Rede, am Nachmittag nannte ORF Niederösterreich 20 Uhr als voraussichtliches Ende. Laut Kleiner Zeitung war am Nachmittag ein Fahrstreifen wieder frei, die Teilsperre sollte aber noch länger dauern. Gegen 13 Uhr hatte der Rückstau laut ASFINAG mehr als 9 Kilometer erreicht, auch auf der Ausweichstrecke über die B54 ging es nur langsam voran.
Vor Ort war die Feuerwehr Aspang. Laut deren Josef Huber musste zuerst die Ladung von der Fahrbahn und die Leitschiene abgebaut werden, erst danach konnten die Lkw geborgen werden. „Der Einsatz wird sicher noch Stunden dauern“, sagte er zu Heute.
Umgeleitet wird schon in der Steiermark: bei Pinggau ab auf die B63, weiter über die B54 bis zur Auffahrt Edlitz. Alternativ empfehlen die Einsatzkräfte die Strecke über den Semmering. Ob die A2 wieder frei ist, zeigen die aktuellen Verkehrsmeldungen der ASFINAG.
Rettungsgasse schon bei beginnendem Stau
Der ÖAMTC hat nach dem Unfall daran erinnert, die Rettungsgasse rechtzeitig zu bilden. Sie ist Pflicht, sobald sich ein Stau bildet, nicht erst, wenn Blaulicht zu sehen ist. Die Gasse liegt immer zwischen dem linken und dem daneben liegenden Fahrstreifen: Wer ganz links fährt, weicht nach links aus, alle anderen nach rechts, bei Bedarf auch auf den Pannenstreifen. Wer keine Rettungsgasse bildet, riskiert laut ÖAMTC bis zu 726 Euro, wer Einsatzfahrzeuge behindert, bis zu 2.180 Euro.
Die A2 ist auch sonst Thema: Bei Wiener Neudorf geht es vor dem Verfassungsgerichtshof um das Tempo 80 auf der A2. Und erst vergangene Woche hat ein Unfall auf der Westautobahn gezeigt, warum man nach dem Räderwechsel die Radschrauben nachziehen lassen sollte. Weitere Meldungen aus der Region stehen im Magazin.
Mehr aus unserer Redaktion
Recherchiert anhand der Berichte von ORF Niederösterreich, APA (über SN.at), MeinBezirk, Heute und Kleiner Zeitung sowie der Hinweise des ÖAMTC zur Rettungsgasse. Eine Aussendung der Polizei lag am 2.11.2026 abends nicht vor.
- ORF Niederösterreich: Zwei Lkw auf A2 verunfallt: Ein Toter (2.11.2026)
- SN.at/APA: Lkw-Unfall auf der A2 in Niederösterreich endet tödlich (2.11.2026)
- MeinBezirk: Tödlicher Lkw-Unfall auf A2 bei Krumbach (2.11.2026)
- Heute: Lkw krachen zusammen – ein Toter, Heli im Einsatz (2.11.2026)
- Kleine Zeitung: Tödlicher Lkw-Unfall sorgte für Sperre der A 2 im Wechselgebiet (2.11.2026, über HeadTopics)
- ÖAMTC: Rettungsgasse bilden – wie funktioniert sie?
- ASFINAG: Verkehrsmeldungen
- Titelfoto: Wolfgang Glock, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0