Wie ein Heurigenbuffet funktioniert
Am Buffet nimmt man sich selbst oder lässt sich aufteilen, und abgerechnet wird meist nach Gewicht oder nach Portion – nicht nach Gericht. Das ist der Grund, warum eine Heurigenjause schwer vorherzusagen ist: Zwei Personen mit demselben Teller zahlen unterschiedlich. Üblich ist, dass man mit dem Teller zur Waage geht und den Bon zum Tisch mitnimmt; Getränke kommen getrennt dazu.
Was auf eine Brettljause gehört
Die klassische Zusammenstellung ist kalt: Geselchtes, Speck, Hauswurst, Käse, Verhackert, Liptauer, Grammelschmalz, dazu Kren, Essiggurkerl, Pfefferoni und Brot. Warm sind Bratl in der Rein, Stelze, Schweinsbraten oder Backhendl – je nach Haus und Tag. Die Aufstriche sind der ehrlichste Hinweis auf die Küche: Verhackert und Liptauer macht man selbst oder man kauft sie zu, und das schmeckt man.
Ausgesteckt ist nicht immer
Ein Buschenschank darf nur in bestimmten Zeiträumen im Jahr öffnen – das ist der Kern des Heurigenwesens und keine Launenfrage. Wann ein Betrieb aussteckt, wechselt mehrmals pro Jahr und steht im Heurigenkalender für Baden und die Region. Dort siehst du auch, wer gerade offen hat. Was der Begriff genau bedeutet, steht hier kurz erklärt.
Ein echter Buschenschank schenkt nur eigenen Wein aus und bietet kalte Speisen; wo warm gekocht und fremder Wein ausgeschenkt wird, ist es gastgewerblich ein Heurigenrestaurant. Für Gäste macht das vor allem beim Angebot einen Unterschied.
Mit Gruppen, mit Kindern, am Wochenende
An schönen Wochenenden sind die Gastgärten in der Region ab dem späten Nachmittag voll – wer mit mehr als sechs Personen kommt, ruft besser an. Viele Höfe haben Platz für Kinder, und fast alle einen Innenbereich für schlechtes Wetter. Nach dem Essen ist der Weg zurück entscheidend: Die meisten Heurigen liegen am Ortsrand, und ein Glas Wein und ein Auto passen nicht zusammen.
In der Nähe
Die Betriebe selbst stehen unter Winzer, der Wein unter Wein. Wer lieber in ein Wirtshaus möchte: Gasthaus und österreichische Küche.